ErklÀrung/Dez. 2011

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ErklÀrung
 

Zur „Absage an geschichtsverklĂ€rende Nostalgiker und antidemokratische KrĂ€fte“ durch die Stiftung „Berliner Mauer“ und das Entfernen von KrĂ€nzen fĂŒr getötete Grenzsoldaten anlĂ€sslich des 1. Dezember, dem Tag der Grenztruppen der DDR, ist folgendes festzustellen:

 

Angehörige der Grenztruppen haben wĂ€hrend der Existenz der DDR die Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen ihres völkerrechtlich anerkannten Staates geschĂŒtzt. Das war nach Artikel 7 Verfassungsauftrag. In ErfĂŒllung dieser ehrenvollen Pflicht sind acht Grenzsoldaten an der Berliner Mauer durch Handlungen von Provokateuren, Grenzverletzern und VerrĂ€tern ums Leben gekommen. Dieser Getöteten zu gedenken, sollte im heutigen vereinten Deutschland eine SelbstverstĂ€ndlichkeit sein. Die auf dem GelĂ€nde der GedenkstĂ€tte Berliner Mauer an der Bernauer Straße fĂŒr die getöteten Grenzer aufgestellte Stele könnte diese Annahme bestĂ€tigen. TatsĂ€chlich belegt die „Absage“ der Stiftung zur Ehrung der Grenzer sowie das Entfernen der KrĂ€nze, wie einseitig und heuchlerisch der Stiftungsauftrag verstanden und erfĂŒllt wird. Es ist geradezu grotesk, wenn die Stiftung das GedenkstĂ€ttengelĂ€nde nicht zu politischen Demonstrationen benutzen lassen will. Die GedenkstĂ€tte als Ganzes ist eine einzige politische Demonstration historischer VerklĂ€rung, FĂ€lschung und Manipulation – wie es dem Willen der heute Herrschenden entspricht.

Diejenigen aber als Antidemokraten und Nostalgiker zu beschimpfen, die die beim Schutz ihres Staates Getöteten ehren, entlarvt die Verantwortlichen der Stiftung, wes Geistes sie in Wirklichkeit sind – intolerante Superdemokraten, nicht der Wahrheit und der Geschichte, sondern der Macht verpflichtet.


 

Das ehrende Gedenken an die beim Schutze der Staatsgrenzen der DDR Getöteten wird uns auch kĂŒnftig Verpflichtung bleiben.


 

Berlin, den 03.12.2011

 

 

Hans Bauer

Vorsitzender


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