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Schwerpunkte für die Tätigkeitdes Vorstandes und seiner AG 2009
Aus dem Beschluss vom 03.Februar 2009
Die Schwerpunktaufgaben für 2009 ergeben sich aus der Satzung der GRH sowie aus den dazu gefassten Beschlüssen und Orientierungen der 8. Vertreterversammlung.
Die Tätigkeit des Vorstandes und seiner Arbeitsgruppen konzentriert sich auf die weitere Festigung unserer Solidar-, Widerstands- und Opfergemeinschaft als Interessenvertretung der Menschenrechte für Verurteilte,
Diskriminierte und Verfolgte.
Größeres Augenmerk ist dabei auf die differenzierte Unterstützung und Anleitung der TAG zu richten, um die innere Struktur zu festigen sowie ihre Wirksamkeit im Territorium zu erhöhen. Das schließt weiterhin die Betreuung, humanitäre und finanzielle Unterstützung von Mitgliedern oder deren Angehörigen, die Hilfe brauchen und wünschen, ein.
Die im so genannten Jubiläums- und Superwahljahr 2009 zu erwartenden Diskriminierungen und Diffamierungen der DDR, insbesondere ihrer Schutz-, Sicherheits- und Justizorgane, die damit zu erwartende neue Offensive in der „Erinnerungsschlacht“ und eine die Tatsachen verfälschende „Vergangenheitsbewältigung“, erfordern unseren offensiven Widerstand. Dabei sind die bereits gut entwickelten Vernetzungen mit anderen linken Organisationen und Vereinigungen zu nutzen und auszubauen.
Die finanzielle Sicherheit der GRH ist durch Beitrags- und Spendenaufkommen sowie sparsames Wirtschaften zu gewährleisten.
Es folgen die Maßnahmen (hier gekürzt):
1. Dezentrale Beratungen / Erfahrungsaustausche mit den TAG-Vorsitzenden unter Einbeziehung der Kassenverantwortlichen auf Länderebene im Zeitraum April – September;
2. Mitwirkung / Teilnahme / Informationsstände gemeinsam mit dem Soli-Komitee und anderen Linken zu politischen Veranstaltungen, so u.a. Teilnahme an der Kundgebung am 08.02.09 an der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals – Konferenz des Europäischen Friedensforums in Berlin am 14. / 15.03.09 – Veranstaltung des OKV am 03.10.09 – Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Ermordung Werner Seelenbinders am 24.10.09;
3. Herbsttreffen der AG Grenze (24.10.09);
4. Weitere Herausgabe von Literatur und Förderung der Organisation bei Vertrieb / Werbung / Buchvorstellungen;
5. Weitere inhaltliche Qualifizierung unserer Informationsmittel bei stärkerer Einbeziehung der TAG und AG sowie der Arbeit im Internet – einschl. Sonderinformationen;
6. Durchführung bzw. Unterstützung thematischer Veranstaltungen im Rahmen des OKV, der GBM, des Deutschen Freidenkerverbandes zentral sowie in TAG, TIG und anderen linken Gruppen zur Verbreitung der Wahrheit über die DDR und ihres antifaschistischen Charakters sowie Zurückweisung von Hetze, Verleumdung und anderen Formen der Geschichtsfälschung, Wahrung der Würde der Menschen, die sich für die DDR eingesetzt haben;
7. Qualifizierte Anzeigenschaltungen in Medien zur Charakterisierung der GRH als Menschenrechtsorganisation.
Abschied vom Kampfgefährten
Nahezu 200 Trauergäste, darunter viele GRH-Mitglieder und Sympathisanten, säumten am 21. Januar 2009 auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde den Urnenweg von Generalleutnant a. D. des MfS, Dr. Günter Möller. An der Seite der Familie gedachten sie des am 28. 12. 2008 verstorbenen Mitbegründers der GRH, langjährigen TAG-Vorsitzenden, Freundes und Kampfgefährten. Dank an alle, die ihr Gedenken an Genossen Möller und ihre Verbundenheit mit seinem Lebenswerk im Dienste der DDR und des Friedens so kraftgebend bekundeten.
Herzlichen Dank auch für die Spenden.
(Dr. Reinhard Grimmer )
Buchvorstellung
am 11.Februar 2009, 18.30 Uhr,
Franz-Mehring-Platz l
(ND-Gebäude) Münzenberg-Saal
Egon Krenz „ Gefängnis-Notizen "
Das Buch erscheint im Februar 2009
im Verlag edition ost
Herzlichen Dank
Der Vorstand, die Geschäftsstelle und die Arbeitsgruppen bedanken sich für die zum Jahreswechsel übermittelten Glückwünsche, Dankschreiben sowie die zahlreichen Bekundungen der Solidarität und Unterstützung.
Information Nr. 2/2008
„Wird die DDR-Geschichte verklärt?
Antikommunismus nach Lehrplan.“
Von Horst Schneider
Der Text dieser Information entspricht einem Vortrag des Autors im September 2008.
Eine informative und für die politische
Auseinandersetzung nützliche Handreichung.
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern
zum 102. Geburtstag
Hermann WohlgetanPotsdam;
zum 90. Geburtstag
Frido SeydewitzDresden;
zum 80. Geburtstag
Margot RathkeBerlin,
Rudi SchulzeBerlin;
zum 75. Geburtstag
Siegmar BergeBerlin,
Claus PüschelRathenow,
Siegfried WagnerDresden;
zum 70. Geburtstag
Rudolf DörferBerlin,
Horst GreinerZepernick,
Siegfried HannigMittenwalde,
Volker WirthBerlin;
zum 65. Geburtstag
Siegfried DöllBestensee;
zum 60. Geburtstag
Willi HohnwaldBerlin;
zum 50. Geburtstag
Fred BrünnerBentwisch.
Allen Geburtstagskindern des Monats Februar wünschen wir beste Gesundheit, Kraft, viel Glück
und ein weiterhin erfülltes Leben.
Nazis polizeilich geschützt –
Antifaschisten werden bestraft
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten rufen zur Solidarität mit den betroffenen Blockierern des Naziaufmarsches am 6. 12. 08 auf.
36 Strafverfahren drohen den Demokraten. (Vgl. ND vom 22. und 23. 01. 08)
Teilnehmer aus der TAG Lichtenberg berichten
„Staatlich genehmigt - von der Polizei geschützt -
gegen Antifaschisten "unverhältnismäßig" Gewalt angewendet.
Es war lange Zeit nicht bekannt, ob die Nazis durch Berlin-Lichtenberg marschieren wollten und sollten. Ein breites Bündnis wandte sich gegen den Aufmarsch.
Es waren im Vorfeld viele Aktionen, Kundgebungen entlang der angenommenen Strecke angemeldet.
Diese wurden alle verboten.
Nur in geschlossenen Räumen durften Veranstaltungen stattfinden. Weiträumig wurde von der Polizei abgesperrt. Der öffentliche Verkehr wurde lahmgelegt.Am Bahnhof Karlshorst ließ die Polizei den „Ernst- Busch-Chor" und einen Kinderchor nicht durch ihre Absperrungen, die im Kulturhaus Karlshorst nur 50 Meter gegenüber, durch ihre Darbietungen ihren Protest gegen den Naziaufmarsch kundtun wollten.
Uns wurde gesagt, dass bereits zwei Bürger eine Versammlung seien.Wir waren aber viel mehr - Vertreter aller antifaschistischen Richtungen.
Unser gemeinsames Bestreben war es, den Naziaufmarsch zu behindern, wenn schon nichtzu verhindern, die Nazis nicht in den Weitlingkiez in Berlin-Lichtenberg zu lassen.
Es wurden Blockaden gebildet - von der Polizei brutal „weggeräumt", antifaschistischeJugendliche wurden durch die Wohngebiete gejagt. Eine unrühmliche Rolle beimAuseinanderjagen von Personengruppen, die wir im Wohngebiet Volkradstraße/Sewanstraße hautnah erleben konnten, waren die Kräfte der Bundespolizei mit denFahrzeugen der Einsatzkennzeichen H1, H2 und H5.
Eine wichtige Rolle bei der Behinderung der Nazis, ihr eigentliches Ziel des Aufmarsches, das Weitlingkiez zu erreichen, bildete die Blockade Sewanstraße/ Ecke Volkradstraße. Sie vergrößerte sich ständig, war zu hören, wie auch die Sprechchöre und eine Trommlergruppe.
Viele Lichtenberger bildeten einen Ring um die Blockade - und wir standen in einer Reihe gemeinsam mit der Bürgermeisterin des Stadtbezirkes Berlin-Lichtenberg der Polizei gegenüber.
Die Polizei musste uns auseinander zerren, ein Wasserwerfer an vorderster Front und dannprügelten sie den Nazis die Straße frei.
Wir haben lautstark protestiert, wir haben unsere Wut und unseren Zorn, dass wir das nichtverhindern konnten, hinaus gebrüllt. Wir waren eine gute Gemeinschaft, denn wir habenerlebt, wie viele wir sind.
Der Vorstand der Berliner VVN - BdA hat eine Erklärung herausgegeben, die denPolizeieinsatz verurteilt, die Einleitung von Verfahren gegen die Blockierer/innen sofort zubeenden und aufgefordert, Solidarität mit ihnen zu bekunden.
Das Bündnis gegen künftige Aufmärsche der Nazis in Berlin-Lichtenberg wird seine Arbeit gestärkt fortsetzen.“
(E. Baum / D. Holland)
Ehrung für Erich Wichert
Aus Anlass seines 100. Geburtstages, am 26. Januar 2009, ehrten den Kämpfer gegen Faschismus und Krieg, Generalmajor a. D. und langjährigen verdienstvollen Leiter der Verwaltung Groß-Berlin/ Bezirksverwaltung Berlin des Ministeriums für Staatssicherheit eine Abordnung ehemaliger Mitstreiter einen der Gründungsväter des MfS an seiner letzten Ruhestätte, dem VVN-Ehrenhain in der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde mit einem Bukett roter Nelken.
Worte des Gedenkens für den aufrechten Kommunisten sprach Genosse Hans-Peter Wokittel.
(S. Hähnel / K. Brandt )
Bei anderen gelesen
„Mehrere Gewerkschaften und sozialpolitische Organisationen haben sich zu einem Bündnis für die Angleichung der Renten in den neuen Bundesländern zusammengeschlossen. Grundlage wird dabei der von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eingebrachte Vorschlag bilden. Darauf haben sich ver.di, die Gewerkschaften GEW, TRANSNET und GdP sowie der Sozialverband Deutschland (SoVD), die Volkssolidarität und der Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) auf einer Fachtagung in Berlin verständigt.
Auch 18 Jahre nach der Deutschen Einheit liegt der Rentenwert (Ost) bei nur rund 88 Prozent des Westniveaus und es ist auf Jahrzehnte nicht absehbar, wann die Herstellung einheitlicher Lebensverhältnisse für Rentnerinnen und Rentner erreicht sein wird. Dies sorgt bei den Betroffenen für wachsenden Unmut. ...
Die Mitglieder des Bündnisses setzen sich für die Beibehaltung der Hochwertung der Ost-Arbeitsentgelte ein. Eine Abschaffung würde bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den neuen Bundesländern zu gravierenden und dauerhaften Nachteilen bei ihrer Alterssicherung führen. ...
Die Mitglieder des Bündnisses fordern die Politik auf, eine gerechte Lösung zu finden, welche die Deutsche Einheit auch im Rentenrecht vollendet und gegebene Versprechen einlöst.“
(Zitiert aus einer Pressemeldung des Bündnisses am 12.12.08 in ‚ISOR aktuell’ 1/09, S.2)
Aus der Arbeit des Vorstandes
- In weiterer Auswertung der 8. Vertreterversammlung und der Auswertung in den TAG beriet der Vorstand die Schwerpunktaufgaben 2009. Der Beschluss dazu wird allen TAG zugeleitet.
- Der Vorstand nahm einen Bericht über die Ergebnisse der OKV-Beratung im Dezember 2008 entgegen und stellte mit Befriedigung fest, dass sich das OKV durch die Aufnahme neuer Vereinigungen organisatorisch verstärkt hat. Die GRH wird auch zukünftig aktiv im OKV mitarbeiten und ihren Beitrag zu seiner weiteren Festigung leisten.
- Der Vorstand nahm zur Kenntnis, dass von einer Vielzahl Einzelpersönlichkeiten, Vereinen und Organisationen zum Jahreswechsel 2009 solidarische Grüße und Wünsche eingegangen sind.
- Der Antrag einer TAG zur materiellen Unterstützung eines von der politischen Strafjustiz Betroffenen wurde bestätigt.
- Den Aufnahmeanträgen von fünf neuen Mitgliedern wurde entsprochen.
In eigener Sache
Wir haben das Format der Mitteilungen geändert. Einerseits, um den Umfang der Informationen zu vergrößern, um Platz für eine aktivere Mitwirkung aus den TAG zur Verfügung zu haben. Anderseits geht es uns auch um Kosteneinsparung.
Bisher gab es dazu aus den TAG Dresden und Cottbus Reaktionen. Von dort wird darauf hingewiesen, dass die kleine Schrift die Lesbarkeit erschwert.
Zum Test wurde in dieser Mitteilung die Schriftgröße erhöht. Sie entspricht der Schrift in unseren Informationen.
Gern würden wir aber noch weitere Meinungsäußerungen entgegennehmen.
(D. Stiebert / H.-H. Nehmer)
Literaturhinweise
Folgende Literatur ist unter anderem in der Geschäftsstelle noch abrufbar:
Horst Schneider, „Gruselstory Chekpoint Charlie“;
Horst Schneider, „Hysterische Historiker“;
Erich Buchholz, „Strafrecht im Osten“
Robert Allertz, „Die RAF und das MfS“;
Klaus Eichner / Gotthold Schramm (Hrsg.), „TOP-SPIONE IM WESTEN“;
H. Müller / M.Süß / H. Vogel, „Die Industriespionage der DDR“;
Klaus-Dieter Baumgarten, „Erinnerungen“ (Autobiografie);
Klaus Eichner und Gotthold Schramm (Hrsg.), „ANGRIFF UND ABWEHR“;
Horst Busse / Dr. Hans-Herbert Nehmer / Dieter Skiba, „ Herrn Leides Umwälzung der Geschichte der DDR – ‚Anti-Leide’
Ehre ihrem Andenken
Am 17.01.09 verstarb unser Mitglied
Rudolf Wunsch
aus Berlin im Alter von 87 Jahren;
am 30.12.09 verstarb unser Förderndes Mitglied
Margarete Beyermann
aus Berlin im Alter von 90 Jahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden
Der Vorstand – TAG Pankow, Köpenick
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