Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung e.V.
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Der Vorstand

 

 

 

Information

 

Sonderdruck der Arbeitsgruppe Sport zur Vorbereitung des 50. Jahrestages der Gründung des Deutschen Turn - und Sportbundes (DTSB) der DDR

 

Für Mitglieder und Sympathisanten

 

 

Berlin, September 2006


 

Inhaltsverzeichnis

Erhard Richter
Vom schweren Anfang zur Weltspitze 

A u f r u f  an Freunde des Sports von der Kinderklasse bis zu den
Senioren zwischen Ostsee und Erzgebirge  

 

Dr. Thomas Köhler
50 Jahre DTSB – 50 Lebensjahre für den Leistungssport 

 

Joachim Fiebelkorn
Fußball unterm und nach dem Hakenkreuz

 

Prof. Dr. Horst Röder
Vom Zehnkämpfer zum Vizepräsidenten 

 

Reiner Martschinke
Stolz auf unsere BSG-Fahne 

 

Dr. Ulrich Wille
Die Kinder- und Jugendspartakiaden der DDR
                                      

 

Horst Gülle
Kleine Friedensfahrt mit großem Echo
                                                  

 

Prof. Dr. Georg Biedermann
Wie sich Körperkultur in der Region Frankfurt (O.) entwickelt hat

 

Heinz Czerwinski
Auch das ist Olympia (Die „Heiteren Spiele von München“)

 

Im Spotless-Verlag erschienen

 

Redaktionsschluß des Sonderdrucks: 13. September 2006                           


 


 


 

Vom schweren Anfang zur Weltspitze

Am 28.und 29.April 1957 wurde in Berlin, im Haus der Ministerien, Leipziger Straße (heute verwaltet dort der Bundesfinanzminister seine roten Zahlen) der Deutsche Turn - und Sportbund gegründet. Damit bündelte die 1948 entstandene neue demokratische Sportbewegung ihre Kräfte und Möglichkeiten.

Die Vorbereitung des 50. Jahrestages des DTSB fand bisher bereits ein großes Echo. 100 Per-

sönlichkeiten stimmten dem Aufruf des Vereins Sport und Gesellschaft e.V., des Freundeskreises der Sport-Senioren und der Arbeitsgruppe Sport der GRH zu.

Der Weg der Sportorganisation nach 1945 war allerdings mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Es war ein schwerer Anfang. Zum einen war die materielle Basis zum Sporttreiben sehr gering (im Oderbruchkreis Seelow stand nach Kriegsende nur noch ein bespielbarer Sportplatz zur Verfügung - 1989 hatte fast jeder Ort im Kreis eine Sportanlage, es entstand ein breites Netz von Turnhallen) und zum anderen mussten auch geistige Überreste des Faschismus und des von ihm ausgenutzten Sportes beseitigt werden. Solchen Hinterlassenschaften der Männer wie Ritter von Halt oder Carl Diem mussten ein Ende gesetzt werden. Ein „Sportführer“ wie Carl Diem tönte in einer Veröffentlichung zur Geschichte des Berliner Olympiastadions: „Wenn Sport und Olympische Spiele zu etwas nutze gewesen sind, dann haben sie uns den Geist des Angriffs, der blitzschnellen Entschlusskraft gelehrt... So kam es zum Sturmlauf durch Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich, zum Siegeslauf für ein besseres Europa“. 1945, als das Ende des Faschismus besiegelt war, sprach eben jener Diem auf dem Platz vor dem Stadion zu Tausenden Halbwüchsigen und forderte sie auf, Berlin zu verteidigen und ihr junges Leben zu opfern. Möglicherweise fürchtete er, dass sich die Deutschen eines Tages für seine Vergangenheit interessieren können und „floh“ in die britische Besatzungszone, wo man ihn mit offenen Armen aufnahm und wo er 1947 zum Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln berufen wurde. 1953 wurde er schließlich noch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (siehe „Olympische Hinterlassenschaft 1936, Spotless-Verlag).

Anders in der sowjetischen Besatzungszone und in der 1949 gegründeten DDR. Hier entwickelte sich der Sport vorerst auf kommunaler Ebene, später übernahmen der FDGB und die FDJ die Patenschaft über den neuen Sport. Schließlich standen auch die Erfahrungen des sowjetischen Sports Pate. Mit der Bildung der Sportvereinigungen wie Aktivist, Aufbau, Chemie, Dynamo, Einheit, Empor, Fortschritt, Lokomotive, Motor, Post, Rotation, Stahl, Turbine, Vorwärts oder Wismut wurde der Sport durch Betriebe und Gewerkschaften hervorragend unterstützt. Es entwickelte sich die materielle Basis und alle Bereiche (Volkssport, Wettkampfsport, Leistungssport) nahmen ständig mehr Einwohner in die sportliche Betätigung auf. Vor der Gründung des DTSB gewann Wolfgang Behrendt die erste olympische Goldmedaille, bereits zuvor hatte Harry Glass die erste olympische Medaille bei Olympischen Winterspielen gewonnen.

Mit der Schaffung der einheitlichen Sportorganisation, dem DTSB, 1957, wurde der nationalen und internationalen Entwicklung, vor allem dem Bedürfnis der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen Rechnung getragen. 1989 zählte der DTSB über 3,6 Millionen Mitglieder, die in 10.674 Sportgemeinschaften, 6.485 Gruppen des Deutschen Angler-Verbandes und in 652 Motorsportclubs des ADMV, in 36 Sportarten, ihrer sportlichen Betätigung nachgehen konnten.

Der Volkssportbewegung hatten sich Tausende Aktive angeschlossen. Solche Wettbewerbe wie „Eile mit Weile“ zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Boot, die Tischtennisturniere der Tausenden, die Volleyball- oder Kegelturniere nahmen sprunghaft zu.

In der Stadt Frankfurt (Oder) beteiligten sich allein über 200 Volkssportmannschaften an einem Rundenbetrieb im Fußball.

Über die Altersgruppen Knaben, Kinder, Schüler, Jugend, Junioren, Erwachsene einschliesslich Senioren bestanden stabile Wettkampfsysteme.

Eine besondere Förderung erhielt natürlich der Kinder- und Jugendsport. Fast alle Betriebe und Genossenschaften förderten den Sport der jungen Generation und stellten dafür beträchtliche finanzielle Mittel zur Verfügung. In 1.800 Trainingszentren konnten Jungen und Mädchen eine zusätzliche Ausbildung durch qualifizierte Trainer und Übungsleiter erhalten.

Überwiegend erhielten die Trainer an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK), die leider abgewickelt wurde, ihre Ausbildung.

In jedem Kreis arbeitete ein Kreissportarzt (eine Berufsgruppe, die es heute leider nicht mehr gibt).

Über das Grundlagen -, Aufbau- und Anschlusstraining wurden ständig neue Talente für den Leistungssport der DDR herangebildet. Die Zahl der Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften hatte darin die Basis.

Aus dem schweren Anfang gelangte der Sport der DDR zur Weltspitze. Da die Sportler der BRD-Alt oft hinterher liefen, weniger gut sprangen oder schwammen, wurde nach 1990 die Stasikeule geschwungen und der Missbrauch von Doping in das Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Sport der DDR gestellt. Man hatte ja schließlich eine Rechnung zu begleichen. Anstatt die guten Erfahrungen bei der Talenteförderung zu nutzen, wurde der DTSB und ihre Repräsentanten verfolgt. Hausdurchsuchungen, Versand von Fragebögen zur Denunzierung und Vernehmungen standen auf der Tagesordnung. Es folgten zwei Schauprozesse und diverse Strafbescheide. Es wurde verurteilt, obwohl es keinen gerichtsmedizinischen Beweis eines Körperschadens durch Doping gab. Die These: „Unterstützende Mittel - gleich Doping - gleich Körperschaden“ führte zu Verurteilungen. Schließlich rechnete man mit dem „Unrechtsstaat DDR“ ab und nahm billige Revanche für erlittene sportliche Niederlagen. Es muß gesagt werden, dass nicht die DDR die „Pillen“ erfand. Nachweislich wurde in der BRD-Alt mit Todesfolge, in den USA und auch in der Sowjetunion schon früher Medikamentenmissbrauch betrieben. Und wenn man von Doping spricht, dann muß gesagt werden, dass heute der internationalen Sport (nicht nur der Radsport) in einem tiefen Sumpf steckt. Eine Trockenlegung ist kaum möglich, solange das Geld regiert.

In diesen Wochen und Monaten gab die Arbeitsgruppe Sport der GRH und die GRH insgesamt den Betroffenen Hilfe und Unterstützung. So durch die Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten, die die Verteidigung übernahmen, durch die Teilnahme an den Prozessen als Zuhörer und auch durch materielle Hilfe.

Schließlich wurde eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Daran haben Prof. Dr. Günter Erbach, Helmut Horatschke, Dr. Klaus Huhn, Dr. Thomas Köhler, Prof. Dr. Horst Röder und Lothar Wallrath besonderen Anteil.

Juristen, Politiker und Journalisten, wie der „importierte Wissenschaftler“ Giselher Spitzer, konnten aber den Stolz der überwiegenden Mehrheit der DTSB-Mitglieder nicht brechen. Erhobenen Hauptes bereiten wir uns auf den 50. Jahrestag der Gründung des DTSB vor.

Erhard Richter
Sprecher des Freundeskreises der Sport-Senioren
Leiter der AG Sport der GRH 

Verein Sport und Gesellschaft e.V.
Freundeskreis der Sport-Senioren

 

 

 

A u f r u f

an Freunde des Sports von der Kinderklasse bis zu den Senioren

zwischen Ostsee und Erzgebirge

Vor 50 Jahren startete die DDR zum ersten Mal bei Olympischen Spielen, gewann Harry Glass die erste Medaille und Wolfgang Behrendt das erste Gold.

2007 jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem die 1948 gegründete neue demokratische Sportbewegung ihre Kräfte bündelte und am 27. und 28. April 1957 in Berlin den Deutschen Turn-und Sportbund (DSTB) aus der Taufe hob.

Mitglieder des DTSB erzielten Rekorde, gewannen Medaillen bei internationalen Meister-

schaften und auch Sympathien für ihr Heimatland. Was immer heutzutage von jenen verbrei-

tet wird, die schon in der Gründerstunde nicht zu den Gratulanten gehörten, die Sportwelt ignoriert nicht, dass wir an Erkenntnissen und Erfahrungen - hier und da - der Zeit ein wenig voraus waren.

Unser System der systematischen Förderung des Kinder-und Jugendsports - Stichwort: Spartakiaden-, des Breitensports - Stichwort: Eile mit Meile - und des Aufstiegs in die Weltelite des Spitzensports - Stichworte: Olympiamedaillen und WM-Titel - ist Dutzende Male kopiert, variiert und weiterentwickelt worden. Im vereinten Deutschland tat man sich schwer mit unserem Erbe - nur Verleumdungen wurden mit Eifer betrieben.

Da sich die Gründung des DTSB zum fünfzigsten Male jährt, scheint es uns ein gemeinsames Anliegen, uns des prägenden Erlebnisses der sinnvollen Gemeinschaft zu erinnern. Wir haben genug Gründe, dieses Jubiläum zu feiern. Wir haben viel erreicht und bewegt. Es gilt auch das Bewahrenswerte weiterzutragen und auf diese Weise die Tradition erfolgreich zu pflegen.

Wir haben vor, Ende April 2007 eine festliche Veranstaltung in Berlin durchzuführen. Für Vorschläge zur Ausgestaltung sind wir dankbar.

Hasso Hettrich, Präsident des Vereins Sport und Gesellschaft e.V.

Erhard Richter, Sprecher des Freundeskreises der Sport-Senioren Berlin

Diesen Aufruf unterzeichneten bisher:

Horst Ahlgrimm, Generalsekretär des Ruder-Verbandes, Bruno Baade, Direktor der Sportschule Rerik, Gert Barthelmes, Direktor der Sportschule Kienbaum, Doris Basel, Abteilungsleiter im Bundesvorstand des DTSB, Werner Basel, Verbandstrainer des Fußball-Verbandes, Günter Bauch, Vorsitzender des Kreisvorstandes Werdau des DTSB, Hans-Joachim Benthin, stellvertretender Generalsekretär des Segler-Verbandes, Heinz Beier, Präsident des Eislauf-Verbandes, Werner Berg, Vizepräsident des Rudersport-Verbandes, Hermann Bewarder, Mitarbeiter im Bundesvorstand des DTSB, Prof. Dr. Georg Biedermann, Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes, Paul Borowski, Olympischer Silbermedaillengewinner im Segeln, Karl-Heinz Breitsprecher, Generalsek-retär des Pferdesport-Verbandes, Jürgen Bremer, vierfacher Weltmeister Kanuslalom, Horst Briesemeister, Generalsekretär des Eislauf-Verbandes, Prof. Dr. Margot Budzisch, Prof. für Theorie der Körperkultur an der Humboldt-Universität, Herbert Buschendorf, langjähriger Vizepräsident des Boxsport-Verbandes, Dr. Günter Czech, Vizepräsident des Ringer-Verbandes, Heinz Dietrich, Generalsekretär der Gesellschaft zur Förderung des Olympischen Gedankens in der DDR, Horst Ehmer, Vorsitzender des Kreisvorstandes Schwedt des DTSB, Klaus Eichler, Präsident des DTSB, Rolf Eisenbeiser, Generalsekretär des Fecht-Verbandes, Uda Ernst, Vorsitzende des Bezirksvorstandes Erfurt des DTSB, Prof. Dr. Günter Erbach, Mitglied des 1957 gewählten Präsidiums des DTSB, Vera Ewald, Mitglied der ersten Frauen-Turn-Nationalmannschaft, Joachim Fiebelkorn, Sportjournalist, Wido Frey, stellvertretender Clubleiter des SC Einheit Dresden, Dr. Horst Forchel, wissenschaftlicher Oberassistent am Forschungsinstitut Körperkultur und Sport Leipzig, 

Werner Fritzsche, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksvorstandes Dresden des DTSB, Herbert Gasch, Stellvertreter Leistungssport Sportvereinigung Dynamo, Herbert Görner, Generalsekretär des Skiläufer-Verbandes, Horst Gülle, Generalsekretär des Gewichtheber-Verbandes, Jochen Grünwald, Vizepräsident des DTSB, Heinz Haferkorn, Vorsitzender der Bezirksrevisionskommission Leipzig des DTSB, Rosemarie Haltenhof, Abteilungsleiter im Bundesvorstand des DTSB, Dr. Günter Heinze, Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes und als Vizepräsident gewählt sowie Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees, Alfred Heil, Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes, Hans Heidemann, Direktor der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte, Jürgen Heritz, Turntrainer SC Dynamo Berlin, Bruno Hinzmann, stellvertretender Abteilungsleiter im Bundesvorstand des DTSB, Gunhild Hoffmeister, Olympische Silbermedaillengewinnerin in der Leichtathletik, Helmut Horatschke, Vorsitzender der Sportvereinigung Motor, Dr. Klaus Huhn, Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes, Wolfgang Joch, Generalsekretär des Tennis-Verbandes, Heinz John, Generalsekretär des Tischtennis-Verbandes, Manfred Junge, Vorsitzender des Bezirksvorstandes Halle des DTSB, Waltraud Kretzschmar, dreifache Weltmeisterin im Hallenhandball, Ulrich Kummer, Generalsekretär des Basketball-Verbandes, Hannalore Kürth, Vorsitzende des Kreisvorstandes Oschatz des DTSB, Horst Künnemann, Vorsitzender des Bezirksvorstandes Frankfurt (Oder) des DTSB, Dr. Thomas Köhler, Olympiasieger im Rennschlittensport, Martin Kilian, Präsident des Schlitten- und Bobsport-Verbandes der DDR und Vizepräsident des Internationalen Bobsport-Verbandes, Klaus Köste, Olympiasieger im Turnen, Detlev Lange, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksvorstandes Schwerin des DTSB, Willy Langheinrich, Vorsitzender der Sportvereinigung Empor, Rudolf Ledig, Vizepräsident des Eislauf-Verbandes, Werner Lempert, Generalsekretär des Kanu-Verbandes, Kurt Lieske, Vorsitzender der BSG Traktor Groß Lindow, Dietmar Lorenz, erster Olympiasieger der DDR im Judo, Egon Luding, Cheftrainer Eisschnell-Lauf, Reiner Martschinke, Sektorenleiter im Bundesvorstand des DTSB, Manfred Matuschewski, erster Europameister der DDR in der Leichtathletik, Karl Muschitz, Vorsitzender der BSG Wismut Gera, Uwe Neupert, zweifacher Weltmeister im Ringen, Bernhard Orzechowski, Vizepräsident des DTSB, Karl-Heinz Otto, Sportjournalist, Siegfried Palme, Vorsitzender des Kreisvorstandes Löbau des DTSB, Georg Piennisch, stellvertretender Vorsitzender der Revisionskommission des Skiläufer-Verbandes, Wolfgang Richter, Verbandstrainer Turnierangelsport, Prof. Dr. Klaus Rohrberg, Vorsitzender der HSG der Pädagogischen Hochschule Zwickau, Hannelore Röhr, Leiterin des Sportclubs Leipzig, Prof. Dr. Werner Roß, Vorsitzender der HSG der Ingenieurschule Zwickau, Prof. Dr. Horst Röder, Vizepräsident des DTSB, Bernd Schenke, Vizepräsident des Musik- und Spielleute Verbandes im DTSB, Günter Schröter, 39-facher Fußball-Nationalspieler, Werner Seufzer, Präsident des Federball-Verbandes, Gustav-Adolf Schur, Doppelweltmeister im Straßenrad-rennsport, Karl-Heinz Spickenagel, 33-facher Fußballnationaltorwart, Horst Schmude, Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes des DTSB, Horst Schubert, Direktor des Sport-Verlages, Heidemarie Steiner-Walter / Dr. Hans-Ullrich Walter, Weltmeisterschafts-Silbermedaille im Eiskunstlauf der Paare, Horst Stubenrauch, Vizepräsident des Verbandes für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf, Erich Schreier(Röthenbach), Mitglied des Komitees für Einheit und Freiheit im deutschen Sport, Werner Teichmann, Vorsitzender des Bezirksvorstandes Leipzig des DTSB, Werner Trelenberg, Cheftrainer des Leichtathletik-Verbandes, Wolfgang Turowski, Vorsitzender des Kreisvorstandes Berlin-Marzahn des DTSB, Heinz Wagner, Direktor der Sportschule Grünau, Lothar Wallrath, persönlicher Mitarbeiter beim Bundesvorstand des DTSB, Prof. Dr. Helmut Westphal, Prof. für Theorie der Körperkultur und Sportgeschichte an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Karl-Heinz Wehr, Generalsekretär der Internationalen Amateur-Boxföderation (AIBA), Helmut Weiss, Sektionsleiter Turnen der BSG Lokomotive Schöneweide, Heinz-Günther Wittek, Generalmajor a.D., Chef des Komitees der Armeesportvereinigung Vorwärts, Werner Wilken, Vorsitzender des Kreisvorstandes Großenhain des DTSB, Dr. Ulrich Wille, Sektorenleiter Kinder-und Jugendsport im Bundesvorstand des DTSB, Inge Wischnewski, Trainerin Eiskunstlauf SC Dynamo Berlin, Kurt Zach, Vorsitzender der Sportvereinigung Lokomotive, Hans-Jürgen Zeume, Sportjournalist, Joachim Ziesche, DDR-Auswahltrainer Eishockey. 

 


 

 

50 Jahre DTSB - 50 Lebensjahre für den Leistungssport

Als sich Ende April 1957 die Delegierten der neuen demokratischen Sportbewegung trafen, um in Berlin den DTSB zu gründen, steckte ich im erzgebirgischen Schwarzenberg noch in der Abiturvorbereitung. Als begeisterter Rennschlittensportler hatte ich mir zum Ziel gestellt, ein Trainerstudium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig aufzunehmen. Schulzeit und Studium verliefen in sozialer Sicherheit und ich brauchte mir keine Sorgen um meine berufliche Zukunft zu machen.

Meinen Traum, Trainer zu werden, konnte ich verwirklichen und gleichzeitig zielstrebig meine sportliche Karriere fortsetzen. Ich nutzte eine dreijährige Studienverlängerung, um in der Zeit des Studiums meinen Verpflichtungen als Student nachzukommen und an fünf Weltmeisterschaften und an der olympischen Premiere meiner Sportart teilzunehmen.

Als ich mein Trainerdiplom in der Tasche hatte, vertiefte ich mein Wissen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sporthochschule. Gleichzeitig erhielt ich als aktiver Sportler weiterhin alle Möglichkeiten, mich systematisch auf weitere Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele 1968 vorzubereiten. Am Ende meiner Laufbahn sind drei Weltmeistertitel, zwei Olympiasiege und eine olympische Silbermedaille zusammen gekommen.

Ich hatte die Gelegenheit, an sieben Olympischen Winterspielen teilzunehmen. 1964 noch als Mitglied einer sogenannten gemeinsamen Mannschaft. 1968 in Grenoble hatte ich die Ehre, als Fahnenträger der ersten selbständigen Olympiamannschaft der DDR voranzugehen. Während meiner Trainertätigkeit zu den Olympischen Winterspielen 1972 und 1976 gelang es unserem Kollektiv, sämtliche möglichen Goldmedaillen zu erringen. Von 1980 an betreute ich die Olympiamannschaften als Mitglied der Mannschaftsleitung, wobei ich 1984 und 1988 die DDR-Mannschaft sogar als Chef de Mission begleiten durfte.

In meine sportliche Laufbahn fiel zunächst die Zeit des verschärften Ost-Westkonflikts. Es war die Zeit, als wir nicht an Europameisterschaften teilnehmen konnten, weil es dem Veranstalter verwehrt wurde, unsere DDR-Fahne zu hissen.

Es war auch die Zeit, als ich als Mitglied der Sportschau der DDR auf Einladung von Sportlern des Ruhrgebietes an einer Sportveranstaltung teilnehmen wollte und wir von der bundesdeutschen Grenze abgewiesen wurden.

In diese Zeit gehört auch die widerrechtliche Disqualifikation unserer DDR-Rodelmädchen bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble wegen angeblichem Heizen der Kufen. Übrigens bedaure ich es sehr, dass sie trotz eindeutiger Beweislage bis heute nicht rehabilitiert wurden.

In den Zeiten der internationalen Entspannung erlebte ich Wettkämpfe, die von dem Bemühen um Völkerverständigung und als Beitrag für die Erhaltung des Weltfriedens verstanden wurden. Gern erinnere ich mich noch an die Begeisterung der kanadischen Zuschauer bei den Olympischen Spielen in Calgary, die die Erfolge der Sportler aus Ost und West gleichermaßen feierten.

Seit 1980 gehörte ich als Vizepräsident für Leistungssport und von 1987 bis zur Auflösung unserer Sportorganisation als Vizepräsident für Wintersport dem engsten Leitungskollektiv des DTSB an.

Danach waren meine Kenntnisse und Erfahrungen im deutschen Sport nicht mehr gefragt. Im Gegenteil, wie viele Funktionäre, Trainer und Sportärzte wurde ich mit Hausdurchsuchungen, jahrelangen Ermittlungen und fadenscheinigen Verurteilungen im Fadenkreuz der Justiz erfasst.

Es war nicht einfach, nach meiner langjährigen engagierten Tätigkeit im Sport, ein „neues Leben“ in einer anderen Gesellschaftsordnung zu beginnen. Aber ich habe es geschafft und viele neue und wichtige Erfahrungen und Kenntnisse gewonnen.

Noch heute bin ich stolz darauf, einem Kollektiv von Sportlern, Trainer, Abertausenden ehrenamtlichen Übungsleitern, Funktionären und Helfern des Sports angehört zu haben, die die erfolgreiche Geschichte des DDR-Sports in den vergangenen Jahren mitgeschrieben haben.

Diese Erlebnisse und Erinnerungen kann uns und allen gleichgesinnten Sportfreunden niemand nehmen.

Dr. Thomas Köhler

Olympiasieger

Vizepräsident des DTSB

Mitglied der AG Sport der GRH

 

 

 

Fußball unterm und nach dem Hakenkreuz

Walter Jens hatte es gefordert, Heinrich Rau hatte es gefordert, Historiker, Journalisten und Freunde des Fußballs auch: Der Deutsche Fußballbund solle sich endlich mit den dunklen Kapiteln seiner Vergangenheit beschäftigen. Das tat im Auftrage des DFB der Historiker Nils Havemann. Der studierte wohl nur in Zentnern zu berechnendes Material, Akten, Bücher, Presseerzeugnisse. Aus alledem entstand ein interessantes Buch, das allen interessierten Freunde des Sports durchaus zu empfehlen ist. Sie werden viel Neues erfahren - nur nicht über den Nazigeist, der den DFB während der zwölf braunen Jahre beherrschte und der sich auch in den Jahrzehnten danach noch bemerkbar machte oder gar macht. Da die Schuld nicht nur der Fußballoberen an der willigen Unterordnung des DFB auch beim schlechtesten Willen nicht zu leugnen ist, reduziert sie Havemann allein auf deren Willen, die eigene Macht zu erhalten und die finanzielle Basis der Fußballorganisation zu erhalten:

„ Die Beibehaltung und Vermehrung ihrer materiellen Privilegien war für viele wichtiger als der Widerstand gegen ein verbrecherisches Regime. Obwohl nur wenige von ihnen der menschenver-achtenden NS-Ideologie anhingen, trugen die meisten Mitglieder des DFB zur Stabilität der NS-Herrschaft bei und machten sich dadurch mitschuldig.“ Zwar kann Havemann die schon vor 1933 latent wirksame antisemitische Haltung vieler führender Funktionäre des Fußballbundes nicht leugnen (Guido von Mengden, Otto Nerz u.a.), als tragende Elemente faschistischer Ideologie stellt er sie nicht dar. Auch, ein anderes Beispiel, der Rang eines SS-Standartenführers, wie ihn der Verbandsoberste Felix Linnemann inne hatte, spiegelt nach Havemann nicht dessen ideologisches Fundament wider, sondern war lediglich eine selbstverständliche Folge seiner Laufbahn als führender Kriminalist.

Der Nachkriegspräsident des DFB, Dr. "Peco" Bauwens, hielt nach dem deutschen Sieg im Endspiel der Weltmeisterschaft 1954 eine vom Rundfunk übertragene Rede, die ganz sicher vom früheren Reichssportführer der Nazis mit Applaus bedacht worden wäre.

Der Präsident des DFB nach Bauwens, Hermann Neuberger, lud bei den Weltmeisterschaften 1978 in Argentinien einen der berüchtigsten Offiziere der Hitler-Wehrmacht, Rudel, ins Quartier der bundesdeutschen Auswahl ein. Rudel flüchtete 1945 nach Argentinien und vertrat bis an sein Lebensende die Ideologie des "Dritten Reiches".

Der Ex-Präsident des DFB und Vizepräsident der FIFA, Gerhard Mayer-Vorfelder wollte als Kultusminister Baden-Württembergs alle drei Strophen des Deutschlandliedes in die Schulbücher aufnehmen lassen. "Von der Maas bis an die Memel...", so stellte sich der führende Mann des DFB offenbar die BRD von morgen vor. Da ist es wohl sinnfällig, daß er "die Chaoten in Berlin, der Hafenstraße in Hamburg und Wackersdorf" schlimmer fand, "als die SA jemals." Aber das war schon nicht mehr Havemanns Thema.

Joachim Fiebelkorn
Sportjournalist          

 

 

Vom Zehnkämpfer zum Vizepräsidenten

Sport gehörte schon in der Kindheit zu meinem Leben. Ein engagierter Sportlehrer warb mich in meiner Heimatstadt Naumburg für das Handballspiel und die Leichtathletik und so wurde ich ein leidlich passabler Handballer und, barfuß laufend und springend, auch mehrfach Kreismeister in der Leichtathletik. Als im Oktober 1948 der Deutsche Sportausschuß gegründet wurde, traten meine Mannschaftskameraden und ich begeistert der neuen, demokratischen Sportbewegung bei.

Das Jahr 1957 und die Gründung des Deutschen Turn-und Sportbundes erlebte ich als Lehrkraft an der DHfK in Leipzig, denn inzwischen hatte ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich unterrichtete in der "Trainerfakultät" Trainer und Übungsleiter. Als Leistungssportler hatte ich mich auf den leichtathletischen Zehnkampf spezialisiert. Zweimal Juniorenmeister und einmal DDR-Meister bei den Erwachsenen waren das Resultat. Doch als ich 1958 das Angebot erhielt, ein Jahr an der Moskauer Sporthochschule zu studieren, beendete ich vorzeitig meine Laufbahn als Leichtathlet. Der Aufenthalt in Moskau war für meine persönliche und wissenschaftliche Entwicklung von außerordentlichem Wert. Er vermittelte mir den unmittelbaren Zugang zu einem wissenschaftlich wie praktisch bewährten Konzept, nach dem Körperkultur und Sport für alle Menschen aller Altersstufen zu einem Lebensbedürfnis werden sollten, das die breite Unterstützung des sozialistischen Staates und der Gesellschaft fand.

Dort in Moskau begegnete ich auch erstmals Manfred Ewald. Er holte mich nach meiner Rückkehr zur Unterstützung der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1960 nach Berlin und später - nach dem ich meine Dissertation an der DHfK abgeschlossen hatte - als Mitarbeiter in den Bundesvorstand des DTSB.

Es wurden drei Jahrzehnte zielbewußter, schöpferischer Arbeit im Sport und für den Sport der DDR.

Sie haben mich geprägt. Drei Aspekte seien besonders hervorgehoben:

-         Es hat mich über all´ die Jahre stets sehr befriedigt, eng und vertrauensvoll mit den besten Sportlern  unseres Landes zusammen arbeiten zu können. Sie waren für uns nicht Objekte der Bildung und Erziehung, wie heute von manchen Leuten gern behauptet wird, sondern handelnde Subjekte, die als Träger der sportlichen Leistungen mit ihrem Leistungswillen, ihren Motiven und Maßstäben, ihrem Trainingsfleiß und ihren Bestlösungen entscheidend die langjährige, erfolgreiche Entwicklung unseres Sports bestimmt haben. Sie haben auch mir, wie vielen anderen auch, wertvolle Impulse vermittelt und eigene Motive verstärkt.

-         Die Tätigkeit im DTSB hat mir sehr geholfen im wachsenden Maße Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaftsarbeit zu fördern und zu pflegen. Als Student und wissenschaftlicher Mitarbeiter war ich vor allem gewohnt individuell zu arbeiten. Im DTSB lernte ich die große Kraft kollektiver Ziele und Motive sowie einer darauf aufbauenden Gemeinschaftsarbeit zu schätzen und zu nutzen.
Unser Zusammenwirken mit und in den Verbänden, Sportklubs, Sportgemeinschaften, KJS und Trainingszentren war zumeist beispielhaft, sehr effektiv und eine wichtige Quelle unserer gemeinschaftlichen Erfolge.

-         Zu den Stärken unserer Arbeit im DTSB gehörte auch die enge Verknüpfung von Praxis und Theorie. Wissenschaft und auch Sportwissenschaft waren für uns niemals nur Selbstzweck. Das motivierte mich damals von der Hochschule zum DTSB nach Berlin zu gehen und das Erlernte in der Sportpraxis anwenden, prüfen und möglichst auch weiter entwickeln zu können. Die Mitwirkung zahlreicher Trainer, technischer Kräfte und Leiter an der Lösung wissenschaftlicher Aufgaben wie auch die Mitverantwortung der Forscher für die Anwendung ihrer Ergebnisse in der Praxis trugen dazu bei, dass Wissenschaft mehr und mehr zu einer "produktiven Kraft" im Leistungssport wie im Sport der DDR insgesamt wurde.

Es erfüllt mich mit Befriedigung, daß ich diese hier nur kurz angeführten Prozesse ab 1966 als Mitglied des Präsidiums des DTSB und ab 1974 als einer der Vizepräsidenten für den Leistungssport mitgestalten konnte. Das Bewährungsfeld an Aufgaben und Herausforderungen - vom Hochleistungstraining über den Nachwuchsleistungssport bis zum Kinder- und Jugendsport - aber auch der Spielraum für eigene Initiativen und Entscheidungen waren dabei groß. In unterschiedlichen Funktionen war ich bei 13 Olympischen Spielen tätig. Bei fünf nahm ich die Aufgabe als Chef de Mission wahr. Die größte Herausforderung war-meiner Einschätzung nach- die Führung der Olympiamannschaft zu den Sommerspielen 1988 in Seoul. In einem harten sportlichen Wettstreit gelang es unseren Olympioniken die zahlenmäßig weitaus größere Mannschaft der USA hinter sich zu lassen und nach dem Team der UdSSR den zweiten Platz zu belegen. Die Sportlerinnen und Sportler unseres Landes kehrten von diesen Spielen mit 102 olympischen Medaillen heim. Es sollte die letztmalige Teilnahme einer DDR-Mannschaft an Olympischen Spielen sein.

Wenn ich auf die Zeitspanne meiner Tätigkeit im Sport und im DTSB zurückblicke, so tue ich das mit Freude und mit Stolz. Daran vermag auch die Verurteilung durch ein Gericht der BRD wegen angeblicher "Beihilfe zu vorsätzlichen Körperverletzung" von Sportlern oder die für einen Rechtsstaat beschämende zehn Jahre währende Abminderung meiner Rente als "Strafrente" nichts zu ändern. Es waren drei Jahrzehnte - reich an Herausforderungen, Leistungen und Erlebnissen - in einer Zeit großer politischer Auseinandersetzungen in die auch der Sport einbezogen war. Es war ein interessantes Leben!

Prof. Dr. Horst Röder
Vizepräsident des DTSB
Mitglied der AG Sport der GRH
    

 

 

 

Stolz auf unsere BSG-Fahne

Als ich in den letzten Tagen wieder einmal das Büchlein "Erlebte Sportgeschichte" zur Hand nahm, um mich an die Gründerzeit unserer Demokratischen Sportbewegung zu erinnern, fiel mir ein, dass meine Erzählung in dem Büchlein über den Tag der Einweihung unserer neuen Sportplatzanlage in Frankleben unmittelbar in der Zeit vor der Gründungsversammlung des DTSB am 27./28. April 1957 in Berlin stattfand.

Unsere Platzweihe sollte besonders "aktuell" vorbereitet werden. Auch eine neue BSG-Fahne wollten wir dafür anfertigen lassen, aber wie sollte sie aussehen? Vorschläge wurden unterbreitet und Entwürfe angefertigt. Da unser Trägerbetrieb ein Stahlwerk war, sollte das Stahlemblem in die Mitte der Fahne gesetzt werden. Aber wir wußten auch, daß in Berlin die Gründung des Deutschen Turn- und Sportbundes bevorstand. Also, das hieß für uns, in dem Auftrag an die Fahnenfabrik mußte unsere Zugehörigkeit zur künftigen Dachorganisation des Sports bereits zum Ausdruck gebracht werden. Wir fuhren zu den Designern der Fabrik, um sie von unserem Vorhaben im Hinblick auf das Ereignis in Berlin zu überzeugen. Wie ich mich erinnere war das gar nicht so einfach, denn den Deutschen Turn- und Sportbund gab es ja noch nicht. Jedenfalls wurde unser Auftrag durch den Zusatz erweitert: "...sticken Sie über dem Stahlemblem in das weinrote Tuch mit Silberfäden ‚Deutscher Turn- und Sportbund’ ein."

Es war zwar an unserem Feiertag noch nicht offiziell, aber wir waren stolz, daß wir alle beim Einmarsch in unsere "Kampfbahn der Stahlwerker" mit unserer neuen BSG-Fahne mit den silbernen Buchstaben, auf unsere künftige Dachorganisation, den Deutschen Turn- und Sportbund, aufmerksam machen konnten.

Wenn wir nun im Jahr 2007 den 120.Gründungstag des Vereins, den 50. Jahrestag des Bestehens unserer "Kampfbahn der Stahlwerker", die dann 1975 durch den Bau einer modernen Sporthalle erweitert wurde und den 50. Jahrestag der BSG-Fahne feiern, dann werden wir auch die 32 Jahre unter dem Dach des Deutschen Turn- und Sportbundes nicht vergessen, weil diese Zeit zu der erfolgreichsten bei der Entwicklung unseres Kinder- und Jugend-, des Leistungs- und des Breitensports in der 120-jährigen Vereinsgeschichte zählt.

Reiner Martschinke

Sektorenleiter im Bundesvorstand des DTSB

 

 

Die Kinder- und Jugendspartakiaden der DDR

Die Kinder- und Jugendspartakiaden waren ein fester Begriff in der DDR. Fast jedes Mädchen und jeder Junge, aber auch die Eltern, natürlich auch die im Sport tätigen Haupt- und Ehrenamtlichen kannten die Spartakiadebewegung, die staatsrechtlich im Jugendgesetz verankert war.

Das Ziel war

-         die Einbeziehung einer breiten Masse von Mädchen und Jungen in ein regelmäßiges Sporttreiben 

und

-         die Findung der geeigneten jungen Sportlerinnen und Sportler für den Leistungssport.

Die meisten jungen Sporttreibenden waren auch irgendwie auf einer Austragungsebene der Spartakiaden beteiligt.

Im Jahr 1965 kamen erstmals die Kinder- und Jugendspartakiaden zur Durchführung. So gab es in diesem Jahr die Kreis- und Bezirksspartakiaden, folgend 1966 die zentrale Spartakiade. Generell standen die Kreis-Kinder- und Jugendspartakiaden jährlich im Wettkampfprogramm. Und zwar in den Wintersportarten im Februar (meistens in Kreisen mit entsprechenden Bedingungen) und im Juni in den Sommersportarten. Eine Teilnahmeberechtigung besaßen junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 6 bis 18 Jahren. Zuvor konnten sich die Besten bei den Vorwettkämpfen - den Spartakiaden in Sportgemeinschaften des DTSB und in Schulsportgemeinschaften sowie bei Bereichsspartakiaden - für eine Teilnahme auf Kreisebene ihren Startplatz erkämpfen.

Teilnehmer an Sommer-Kreisspartakiaden (Auswahl):

1965                321.000,         davon  202.000 Kinder,         119.000 Jugendliche

1970                544.000,                    353.000                      191.000

1975                846.000,                     561.000                      285.000

1980                940.000                      622.000                      318.000

1985                988.000                      656.000                      332.000

1989                520.000                      240.000                      280.000

 

Jeweils im Wechsel mit den DDR-Spartakiaden fanden alle zwei Jahre die Bezirks- Kinder- und Jugendspartakiaden statt. Sie dienten der Ermittlung der besten Kinder und Jugendlichen in den Winter- und Sommersportarten - Alter in der Regel 10 bis 18 Jahre - und kamen in den Monaten Februar und Juli zur Austragung. Hier starteten die Sieger der Kreisspartakiaden sowie Aktive, die bestimmte Normen erfüllt bzw. sich über Kreisgruppenwettkämpfe (besonders in Sportspielen) qualifiziert hatten.

Teilnehmer Sommer-Bezirksspartakiaden (Auswahl):

1965                50.300,            davon  24.200 Kinder,                       26.100 Jugendliche

1971                73.900                        42.700                                    31.200

1976                98.000                        63.000                                    35.000

1982                99.500                        60.200                                    39.300

1988                97.000                        57.000                                    40.000

 

Höhepunkte aller Spartakiadewettkämpfe stellten die Kinder- und Jugendspartakiaden der DDR dar. Sie verkörperten die Leistungsschau des sportlichen Nachwuchses. Hier erhielten die Allerbesten eine Startberechtigung , wenn sie bestimmte allgemeine Leistungsnormative nachweisen konnten.

In jeweils fünf Winter- bzw. 19 Sommersportarten wurde gestartet.

Im Austragungsjahr der Turn- und Sportfeste der DDR (1977,1983,1987) gab es eine gemeinsame Austragung in Leipzig, - außer Wassersportarten, die in Berlin stattfanden.

Den Auftakt zu den Spartakiaden (Kreis, Bezirk, zentral) bildeten Eröffnungsveranstaltungen in Anlehnung an das olympische Zeremoniell.

Zum Abschluß erfolgte die Ehrung der besten Sportgemeinschaften, Kreis- bzw. Bezirksorganisationen. Bei den Spartakiaden erhielten die Sieger, Zweit- und Drittplatzierte Medaillen sowie Urkunden.

Die Vorbereitung und Durchführung der Kinder- und Jugendspartakiaden lag in den Händen der jeweiligen Spartakiadekomitees und ihren Organisationsbüros.

Alle Kinder- und Jugendspartakiaden - insgesamt als Spartakiadebewegung bezeichnet - waren ein bewährter gesamtgesellschaftlicher Prozeß mit dem Ziel, den Kinder- und Jugendsport umfassend zu entwickeln und damit einen bedeutsamen Beitrag zur allseitigen Bildung und Erziehung der Mädchen und Jungen zu leisten.

Dr. Ulrich Wille

Sektorenleiter Kinder-und Jugendsport im Bundesvorstand des DTSB

 

 

 

Kleine Friedensfahrt mit großem Echo

In den fünfziger Jahren gab es eine riesige Begeisterung der Bürger der DDR für den Radsport. Hervorgerufen durch die Friedensfahrt und vor allem durch die immer größeren Erfolge der DDR-Mannschaft bei dieser bedeutenden internationalen Etappenfahrt. Mit seinem Erfolg bei diesem Rennen wurde besonders ein Fahrer bekannt und beliebt: Gutav-Adolf Schur, von allen „Täve“ genannt. So nahm es nicht Wunder, daß bald alle Kinder, vor allem die Jungen beim Rollerrennen „Täve“ spielten. Alle wollten so sein wie er und so fanden bald in vielen Orten des Landes unorganisiert „Friedensfahrten“ der Kinder und Jugendlichen statt.

Da der Kindersport in dieser Zeit noch bei der Kinderorganisation lag, wandten sich die Sportärzte an uns mit der Bitte, zu überlegen, diese natürliche Begeisterung in geordnete Bahnen zu lenken.

Mit meinem Freund "Egon Rolle" (Herbert Jannak von der Pionierzeitung "Die Trommel") setzte ich mich daraufhin zusammen und wir knobelten die "Kleine Friedensfahrt" aus. Zunächst verlegten wir diese "Rennen" von der Straße in die Stadien und auf die Sportanlagen mit Laufbahnen. Dann verlangsamten wir die Fahrten: Es gab einen Einzelstart. Der Teilnehmer mußte nach 80 m einen Slalom von 30 m bewältigen, nach weiteren 30 m stand ein Schwebebalken, also absteigen, Rad rüberheben und hinterher dann wieder 100 m fahren bis zu einem Tisch. Hier mußte ein Wollfaden in eine Stopfnadel eingefädelt werden, denn erst dann durfte der Teilnehmer die restlichen 60 m bis ins Ziel fahren.

Den Sportärzten war Genüge getan, aber war das nach den wilden Straßenrennen für die Kinder nicht zu langweilig? Wir brauchten noch einen richtigen Anreiz. Bei einem Gespräch mit „Täve“ Schur fragten wir, ob er nicht als Kapitän der DDR-Friedensfahrtmannschaft den Kurs der Kleinen Friedensfahrt bewältigen kann, um den Kindern eine Vorgabe zu geben, die es nachzueifern galt. Denn wenn ihr „Täve“ diesen Kurs auch fährt, muß schon was dran sein an der Idee. Täve sagte nicht nur zu, sondern kam mit der gesamten Friedensfahrtmannschaft nach Leipzig zum offiziellen Start der Kleinen Friedensfahrt. Diese Eröffnungsveranstaltung wurde in der Pionierzeitung rechtzeitig angekündigt und später entsprechend popularisiert und im Kinderfernsehen direkt übertragen. Unsere Friedensfahrer waren begeistert bei der Sache. Im folgenden Jahr war „Täve“ mit seiner Mannschaft wieder bei der Startveranstaltung zur "Kleinen" dabei.

Nun entwickelte sich die "Kleine Friedensfahrt" noch schneller. In den Schulen, Kreisen und Bezirken wurden die Besten ermittelt. Die Bezirkssieger durften am Endausscheid bei der Zentralen Pionierspartakiade teilnehmen und um die Spartakiademedaillen kämpfen. Die bekanntesten Medaillengewinner bei der "Kleinen Friedensfahrt" waren der spätere Olympiasieger im Bahnradsport, Lutz Hesslich und der Olympiasieger im Straßenradsport, Olaf Ludwig.

Horst Gülle
Generalsekretär des Gewichtheber-Verbandes
Mitglied der AG Sport der GRH

 

 

 

Wie sich Körperkultur in der Region Frankfurt (O.) entwickelt hat

Es war in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Zuerst arbeitete ich als Instrukteur für Körperkultur und Sport im Bezirk Frankfurt (Oder), später als Vorsitzender des Bezirkskomitees für Körperkultur und Sport wie auch des Bezirksvorstandes des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB). In dieser Zeit gründeten die haupt- und ehrenamtlichen Sportkader die Oder abwärts eine Anzahl von Sportgemeinschaften, angefangen vom neugegründeten ehemaligen Stalinstadt bzw. von Fürstenberg - von da sich fortsetzend über Finkenheerd und Frankfurt(O.), auch über Seelow, Wriezen, Bad Freienwalde und Eberswalde, um schließlich in Angermünde zu enden. Alle Sportgemeinschaften arbeiteten auf der Basis der Bundesvorstands-beschlüsse des DTSB und der nachfolgenden Körperschaften bis hinunter zu den Kreisvorständen des DTSB und den Vorständen der Sportgemeinschaften.

Neben der alltäglichen Facharbeit war das Grundanliegen der Leitungstätigkeit die Pflege der gut-nachbarlichen Beziehungen zwischen den deutschen und den polnischen Sportmannschaften. Ein solches Unterfangen aber war unter den damaligen Umständen nicht einfach. Denn selbst das althergebrachte Sichzusammenfinden der Anwohner diesseits und jenseits der Oder zu den traditionell gebundenen Unterhaltungen bedurften der Genehmigung der sowjetischen Militäradministration Deutschlands (SMAD). Diese Besonderung betraf zuallererst auch Frankfurt (O.) selbst, dem jetzt der frühere jenseits der Oderbrücke gelegene Stadtteil als das neupolnische Slubice gegenübertrat.

Das sich die ungewöhnliche Lage bald normalisierte ist nicht zuletzt auch Helmut Behrendt zu verdanken, der den internationalen Sport- und Spielbetrieb ausdrücklich unterstützte und die staatliche Zustimmung zu dieser Art des kleinen Grenzverkehrs erwirkte. Helmut kam ab und zu nach Frankfurt(O.), um sich vom Stadion aus über den Fortgang der neuen Sport- und Spielweise, dem Grundtypus der späteren DDR-Körperkultur, zu unterrichten. In diesem Sinne lebt der Anfang dieses Sportbetriebes, mit anderen zeitgleichen Erscheinungen, in der deutschen Geschichte fort.

Prof. Dr. Georg Biedermann

Mitglied des 1957 gewählten Bundesvorstandes des DTSB

 

 

 

Auch das ist Olympia (Die "Heiteren Spiele von München")

26. August 1972. Die feierliche Eröffnung der Spiele der XX. Olympiade im Olympiastadion in München wurde vom damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann vorgenommen. 121 Mannschaften marschierten in das Stadion. Zum zweiten mal nach den Winterspielen in Innsbruck konnte ich diese herrliche Atmosphäre, den herzlichen Beifall der Zuschauer, das bunte Treiben auf den Rängen und auf dem Rasen als Teilnehmer miterleben. Bayerische Musikanten spielten auf, das Fest konnte beginnen. Die ersten Tage liefen wie gewünscht, die "Heiteren Spiele" nahmen ihren Lauf.

Bis zu jenem schrecklichen 05.September 1972. Ungewollt wurden wir unmittelbare Zeugen der furchtbaren Ereignisse, welche die Spiele erschütterten und auch kommende Olympische Spiele prägen sollten.

Gemeinsam mit dem Cheftrainer unserer Mannschaft, Hans-Günter Rabe, bewohnte ich ein Zimmer in der 1. Etage eines mehrstöckigen Wohnhauses im Olympischen Dorf. Anschrift: Connollystr. 2.

Gegen 04.40 Uhr hörte ich, völlig verschlafen, Schüsse in unserer unmittelbaren Nähe. Zunächst dachte ich: "Wer spielt denn zu dieser unwirklichen Zeit mit einer Startpistole herum..." und drehte mich kopfschüttelnd auf die andere Seite. Die nächsten Stunden verliefen auch wieder in gewohnter Ruhe.

Pünktlich 7.00 Uhr war Aufstehen angesagt und wie stets öffneten wir weit die Fenster, um den Tag hereinzulassen. Sofort bemerkten wir auf der gegenüberliegenden Seite, im Objekt der

israelischen Mannschaft (Connollystr.31), ungewohnte Betriebsamkeit und Hektik. Auffällig gekleidete Personen auf dem Balkon uns gegenüber deuteten uns mit Handzeichen und Drohgebärden, dass wir sofort vom Fenster zurücktreten sollten und unsere Beobachtungen einzustellen hätten. Den Anweisungen folgend bemerkten wir aber noch mit flüchtigem Blick reglos liegende Personen auf dem Balkon gegenüber. So langsam begriffen wir, die Schüsse mitten in der Nacht waren also Schüsse auf die israelische Mannschaft.

Die Attentäter kamen offensichtlich unerkannt ins Olympische Dorf, schlichen sich in die Nähe der israelischen Männerunterkunft und eröffneten sofort das Feuer, als ihnen die Tür geöffnet wurde. Dies alles erfuhren wir natürlich erst später, wie auch die Tatsache, daß bei dem Überfall der Ringer - Trainer Moshe Weinberg und der Gewichtheber Romero die ersten Opfer der Terroristen wurden. Nun überschlugen sich die Meldungen und Ereignisse. Wir räumten zunächst alle Zimmer zur Straßenseite, war doch die Gefahr zu groß, selbst in diesen palästinensischen Anschlag verwickelt werden zu können. In unregelmäßigen Abständen kontrollierten die Terroristen das israelische Objekt von Balkon zu Balkon. Und dies nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt. Es vergingen Stunden, bis erste Scharfschützen der Polizei Stellung bezogen.

Die Hauptkräfte postierten sich im Wohnblock neben dem Objekt Connollystr. 31, aber auch unseren Balkon hatten sie als strategischen Punkt auserwählt. Über ihren Uniformen trugen die Beamten des Spezialkommandos zur Tarnung übrigens nagelneue Puma-Trainingsanzüge.

Bis 16.45 Uhr konnten wir weiter nichts Auffälliges beobachten. Ab diesem Zeitpunkt entschlossen wir uns, die weiteren Ereignisse auf einem Blatt Papier exakt zu protokollieren. Zumal die Radioberichte, unsere zu diesem Zeitpunkt wichtigste Informationsquelle, nicht immer die aktuellen Ereignisse wahrheitsgemäß wiedergaben.

Nun erreichten uns weitere Neuigkeiten per Radio. Das Kommando mit dem Namen "Aktion Berem und Ikrit" hatte Israels Männerteam gekidnappt und forderte die Freilassung von 200 in Israel gefangenen Gesinnungsgenossen, freies Geleit und ungehinderten Abzug in ein arabisches Land.

Gegen 15.00 Uhr wurden an jenem Tag die Olympischen Spiele offiziell unterbrochen. Da die Leichtathleten an diesem Tag keine Wettkämpfe bestritten (offizieller Ruhetag), konnte ich die Ereignisse direkt und unmittelbar verfolgen. Den ganzen Tag herrschte eine deprimierende Stimmung im Olympischen Dorf. Dazu die Ungewißheit über den Fortgang der Spiele, über die Entscheidung abzureisen oder die Wettkämpfe wieder aufzunehmen... all dies sorgte für angespannte Nerven bei Aktiven und Funktionären.

Zurück zu den Attentätern. Gegen 22.30 Uhr bestiegen die Palästinenser mit 9 gefesselten Geiseln zwei bereitgestellte Hubschrauber und das Unheil verlagerte sich auf den Flugplatz Fürstenfeldbruck. Die Meldungen von dort überschlugen sich. Erst hieß es gegen 23.00 Uhr: "Während einer Schießerei auf dem Flugplatz ist es den Geiseln gelungen zu entkommen." Etwas später: "Vier Terroristen wurden getötet, drei schwer verletzt, einer konnte entkommen." Alle Angaben im Radio dazu waren übrigens falsch bzw. reine Spekulation. Gegen 2.30 Uhr wurde bekannt, daß die vom Olympischen Dorf abgezogenen Scharfschützen auf dem Flughafen das Feuer eröffnet hatten, es jedoch durch unzureichende Abstimmung der Sicherheitsbeamten den Terroristen gelang, noch einige Handgranaten auf die Hubschrauber zu werfen. Dadurch erhöhte sich bedauerlicherweise die Zahl der zu beklagenden Opfer. Insgesamt starben bei dem Attentat: Neun ermordete Israelis, ein deutscher Polizeibeamter und fünf Palästinenser. Drei Terroristen wurden festgenommen, später aber freigepresst und, wie man annimmt, später vom israelischen Geheimdienst liquidiert. Erst im Jahre 1995 wurde übrigens in München ein Mahnmal für die Opfer der Gewalttat jener Tage errichtet.

Es erwies sich als richtig, daß die Spiele bereits am 06.September fortgeführt wurden.

"THE GAMES MUST GO ON", so rief der damalige IOC-Präsident, Avery Brundage, am Tag danach die Mannschaften zur weiteren Teilnahme an den Spielen auf.

 

Auch unsere Mannschaftsleitung entschied sich für einen weiteren Start unserer Athleten. Die "Heiteren Spiele von München" waren jedoch beendet! Scharfschützen gingen im Olympischen Dorf in Stellung und wir erhielten eigenen Schutz durch Sicherheitskräfte aus Berlin. 

                                                                                                           

Heinz Czerwinski
Generalsekretär des Leichtathletik-Verbandes                                                                                                                 

 

 


 

 

Im Spotless-Verlag erschienen:

 

Autorenkollektiv                                  Geschichte des DDR-Sports

                                                            Chronik des DDR-Sports

 

Knut Holm                                           Der Langstreckler und die Diktatur des Proletariats

 

Klaus Huhn                                          Geschichte der Friedensfahrt

 

Klaus Huhn                                          Die unendliche Doping-Story

 

Klaus Huhn                                          Das neueste Buch über Täve
Klaus Köste

 

Heinz Wuscheck                                Hexenküche DDR?

 

Erhard Richter                          Erlebte Sportgeschichte

 


 

 

 

 

Impressum

Herausgeber:
Vorstand der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (GRH ) e.V.

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Geschäftsstelle des Vorstandes: Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin,

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Spenden zur materiellen Unterstützung von Opfern der politischen Strafjustiz und zur Finanzierung weiterer humanitärer Tätigkeit der GRH e.V. werden erbeten auf das

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