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Europäisches Friedensforum
am 14. / 15. März 2009 in Berlin
im Veranstaltungszentrum der BBJ Corvus GmbH, Herzbergstr. 84 ,
Veranstalter ist die GBM mit Unterstützung u.a. des OKV und der GRH
Die GRH ist mit einem Info-Stand vertreten.
Für einheitliches Rentenrecht
Aufruf der Berliner ver.di Senioren zur Demonstration vor dem Bundestag
am 2. April 2009, 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Die Bundesregierung wird aufgefordert, noch vor der Bundestagswahl
ein Konzept zur Angleichung der Alterseinkommen Ost an West zu verabschieden.
Krenz von Köhler inspiriert
Er wollte eigentlich kein Buch mehr über seine Verurteilung als Generalsekretär der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Haftzeit für die Öffentlichkeit schreiben. Aber eine Rede des Bundespräsidenten Horst Köhler 2008 vor Schülern (!), der dem Zeitgeist der Sieger folgend vor einer „Verklärung der DDR“ u.s.w. ‚warnte’, brachte Egon Krenz in Rage.
Natürlich ist Egon Krenz nicht für eine „Verklärung der DDR“. Aber er möchte auch nicht zur zunehmenden Verteufelung der DDR schweigen.
„Mit der Entwertung der DDR werden auch Menschenleben entwertet“
erklärte er am 11. 02. 09 bei der Vorstellung seines Buches - „Gefängnis-Notizen“ - und erhielt dafür und für noch viele andere aufklärende Sentenzen an die Adresse der Geschichtsfälscher stürmischen Beifall der Versammelten, die den Münzenberg-Saal im ND-Gebäude aus allen Nähten platzen ließen.
Beifall erhielt er auch, als er sich für die ihm erwiesene Solidarität bedankte und darauf verwies, dass ihm im Gefängnis nahezu 36.000 Briefe zugegangen sind, die er heute noch abarbeitet. Wörtlich fügte er hinzu:
„Besonderen Dank möchte ich sagen an jene, die diese Solidarität mit organisiert haben. An die GRH, die nicht nur moralische Solidarität für die politisch Verfolgten geübt hat, sondern auch die finanziellen Mittel gegeben hat, damit wir vor das Europäische Gericht ziehen konnten. Das waren keine Mittel, die irgendwelche Organisationen gegeben haben, das waren Spendenmittel von Leuten, die nicht wollten, dass ihre Weggefährten verurteilt wurden. Dank möchte ich sagen auch dem Solidaritätskomitee für die Opfer der politischen Verfolgung in Deutschland. Dank sage ich den Sprechern der GRH und des Solidaritätskomitees Hans Bauer und Erich Postler.“
Noch einige seiner Erkenntnisse:
„Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.“
„Machen wir die DDR nicht schlechter als sie war und die Bundesrepublik nicht besser als sie ist.“
„Die Grenzsoldaten haben Deutschland und der Welt den Frieden gerettet.“
Und an die Adresse der Bundeskanzlerin, die DDR-Bürger als „Spitzbuben“ bezeichnete oder die thüringische Landtagspräsidentin, die von uns als „Demenzkranke“ faselte, sagte er:
„Was ist das für eine Gesprächskultur, wenn ganze Menschengruppen ausgegrenzt werden, weil sie sich und die DDR anders erinnern? Jeder hat das Recht, sich so zu erinnern, wie er sich erinnern möchte.“
Wir sagen herzlichen Dank, lieber Egon!
(Vgl. auch ND vom 13. 02. 09 – S. 12)
Das Buch von Egon Krenz ist auch in der Geschäftsstelle der GRH erhältlich.
Gedenken an Ernst Thälmann
Ein wirkliches Opfer war Ernst Thälmann, den die braune Staatsmacht ermordete, damit keiner an ihn denke. Das zu vollenden trachtet die gegenwärtige Macht. Die Gedenkstätte in Ziegenhals soll geschleift werden.
Das zu verhindern, dafür kämpft der Freundeskreis ‚Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals’, der alljährlich zum 7. Februar eine Demonstration des Erinnerns organisiert.
Gekommen waren etwa 300 Teilnehmer, die nicht nur Thälmann gedachten, sondern die Forderung von Eckard Spoo, Mitherausgeber der Zeitschrift ‚Ossietzky’, unterstützten, den Brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck (SPD) aufzufordern, den Abriss zu verhindern. 5000 Protestkarten sind bereits bei Platzeck eingetroffen.
Aber diesen interessiert offenbar mehr der Wiederaufbau der preußischen Garnisonskirche, Wahrzeichen des deutschen Militarismus, dem Millionen, unter ihnen schon Liebknecht, Luxemburg und später Thälmann zum Opfer fielen.
Dafür sollte man sich in der SPD schämen!
Auf der nächsten Kundgebung am 19. 04. 09 um 11.30 Uhr (1 Std.) spricht Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes.
(Hans-Herbert Nehmer)
Nur die halbe Wahrheit
Dieser Tage meldeten sich die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick, der Olympiasieger und Weltmeister im Boxen, Henry Maske und auch Boxtrainer Ulli Wegner, zu Wort und forderten ein Ende der Dopingverfolgung von DDR-Trainern. Wahrlich ein gutes Vorhaben. Ulli Wegner sagte dazu u.a.: „Laßt uns endlich dazu kommen, die deutsche Einheit auch umzusetzen und gemeinsam nach vorn blicken."
Aber ist dies nicht nur die halbe Wahrheit?
Geht es nur um die Trainer aus der DDR? Wenn Amnestie - so die Forderung - dann sollten auch die Dopingaffären der BRD-Alt und auch von heute auf den Prüfstand. Während DDR-Trainer ausgegrenzt werden (W.Goldmann u. a.) sonnen sich BRD-Verantwortliche in Unschuld.
Wer verurteilte Prof. Klümper, lebt heute in Südafrika, für die zu Tode gedopte Birgit Dressel? Wer ist verantwortlich für die Dopingtoten Jupp Elze, Uwe Berger oder Rolf Reichenbach?
Dopingsünder wie die Radsportler Altig, Ulrich, Aldag, Böltz, Zabel, Kenn oder Schuhmacher, der Zahnpastaläufer Baumann, der Ruderer Kolbe und viele andere sowie deren Trainer gehen straffrei aus.
Allein im Fußball wiesen Toni Schumacher und Peter Neuerer Dutzende Dopingfälle nach (l. und 2. Bundesliga). Neuerer spricht sogar von 50 Prozent der Spieler.
Wenn kein Nachschlagen mehr (so Ulli Wegner), dann für den Sport in seiner Gesamtheit.
(Erhard Richter)
Einem Terroristen als Held gedacht
Ein Theaterstück zum Gedenken an ein „Opfer des MfS“.
Die Zeitung ‚Freies Wort’ vom 18. 11. 08 stellt den „Kampf um die Erinnerung“ von einem Herrn Haak in den Mittelpunkt seines Kampfes um die Deutungshoheit über die Geschichte der DDR – inszeniert von der Birthler-Behörde.
Der Terrorist Gartenschläger war bekanntlich mit einem Mittäter bewaffnet in die DDR eingedrungen und hat - gerichtlich nachgewiesen – auf die Grenzer der DDR geschossen. Erst in verteidigender Erwiderung wurde er tödlich getroffen.
Terrorismus von der BRD ausgehend darf es aber nicht geben. Also wird aus dem Täter ein „Opfer“, dem nun auch ein Schmieren-Theaterstück gewidmet wurde.
Die TAG Suhl informierte dazu:
„Mit Beendigung der ‚Theaterveranstaltung’ verblieben nur vier Schüler, aber auch nur auf Bitten der Birthler-Behörde. Auch sie verließen nach Beginn der Aussprache den Saal. Auffällig war, dass keine Erwachsenen und Lehrer die Veranstaltung aufsuchten. Zur Aussprache verblieben ich und 2 Freunde, die vier Schauspieler, 3 „Opfer“, drei Leute von der Birthler-Behörde. ...
In der Auseinandersetzung ging es uns um die Richtigstellung des wirklichen Geschehens um Gartenschläger, wofür ich aussagekräftige Dokumente unserer Gesellschaft und ‚Rotfuchs’ zur Verfügung hatte. Natürlich gab es harte Auseinandersetzungen. ...
Den Organisatoren konnte ich nachweisen, dass die Interessen der Bürger an solcher „Geschichtsaufarbeitung“ immer mehr nachlassen. Beweis: keine Teilnahme erwachsener Bürger aus Suhl - 25 Tische, die mit Getränken bestellt waren, blieben leer - über 100 Schüler verließen scherzend den Theatersaal.
Ähnliche Veranstaltungen der Birthler-Behörde waren in den letzten Jahren ganz schwach besucht“
(Harry Beutner - gekürzt)
Wofür flossen über 3 Mio €
Millionen für eine Gedenk- und Begegnungsstätte – wofür und wem soll gedacht werden?
Nicht der Sowjetarmee, die gemeinsam mit den Alliierten Deutschland vom Faschismus befreiten.
Nein! Dafür gibt es kein Geld. Sondern für deren Gefängnis in Potsdam, in der Leistikowstraße. Ein KGB-Gefängnis – wie gruselig!
Eine ‚Historikerin’, Frau Ines Reich, ist glücklich, „in dem historischen Gebäude mit Haftzellen und Verhörräumen nun wieder zeitnah Führungen und Veranstaltungen stattfinden“ zu lassen. (Vgl. ND vom 10. 02. 09)
Sanierung und neues Nebengebäude für läppische 2,3 Mio € plus 750.000 € für eine geplante Ausstellung kosten eben etwas.
Hohenschönhausen lässt grüßen.
Was haben wir Deutschen den Siegern über den Faschismus vorzuwerfen? Sollen die deutschen Kriegs- und Menschlichkeitsverbrechen relativiert werden? Wirklich, der „Geschichtsbild“-Verbreitung hierzulande kann man nur mit Abscheu begegnen.
Wie wird Russland über diese Art deutschen Geschichtsbewusstseins denken?
(Hans-Herbert Nehmer)
Standpunkte zum Volksentscheid in Berlin am 26. April 2009
Bereits in den „Mitteilungen 10-08“ hatten wir unseren Standpunkt zur damaligen Unterschriftenaktion „ProReli“ geäußert. Nun steht dazu in Berlin ein Volksentscheid an.
Wir schließen uns den Meinungen des Deutschen Freidenker-Verbandes, des OKV und des BÜSGM u.a. an, die sagen: „Pro Reli spaltet die Gesellschaft. Ethik-Unterricht fördert die Integration. Deshalb keine Stimme für „Pro Reli“.
Der Vorstand der GRH schließt sich deshalb auch dem in einem Brief an die
Mitglieder der TAG Hellersdorf
vorgebrachten Standpunkten an:
„Eine bedeutsame politische Entscheidung steht uns bevor. Wie Euch durch die Medien gewiss bekannt ist, hat die aggressive Propaganda der Initiative „PRO RELI", die zum Teil auch in Schulen betrieben wurde, dazu geführt, dass in Berlin ein Volksentscheid durchgeführt wird zur Einführung des Religionsunterrichts als wahlweise Alternative zum obligatorischen Ethik-Unterricht für alle Schüler an den allgemeinbildenden Schulen.
Damit droht eine neue Stufe bei der Aufhebung der Trennung von Staat und Kirche, wie dies im 60 Jahre alten und bewährten Berliner Schulgesetz festgelegt ist.
Der Senat von Berlin hat dieser Tage entschieden, diesen Volksentscheid am 26. April durchzuführen. Es ist dies eine wichtige Gelegenheit, als Bürger auf die Rechtslage im Land Berlin Einfluss zu nehmen.
Keiner von uns möge denken: „Was geht das mich an; meine Kinder/Enkel gehen ohnehin nicht zum Religionsunterricht." Der Volksentscheid zum Flughafen Tempelhof war bekanntlich nicht erfolgreich, weil die erforderliche Mindestzahl abgegebener Stimmen nicht erreicht wurde.
Bei der jetzigen Abstimmung kommt es aber darauf an, dass sich möglichst viele Wahlberechtigte GEGEN die Einführung des Religionsunterrichts aussprechen, um die nach rückwärts gerichteten Absichten der Initiative zunichte zu machen!
Ich bitte Euch daher, am 26. April von Eurem Stimmrecht Gebrauch zu machen und dem weiteren Vordringen der Kirchen in der Volksbildung einen Riegel vorzuschieben.“
(Hans Kaiser)
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern
zum 95. Geburtstag
Karl KuschanKönigs Wusterhausen;
zum 85. Geburtstag
Gerda Arlt Berlin,
Karl-Heinz Matthies Halle;
zum 80. Geburtstag
Kurt Andrä Berlin,
Eberhard Ehrig Frankfurt/O.,
Kurt Fritsch Braunschweig,
Werner Großmann Berlin,
Dr. Hans Kaiser Berlin,
Hans Krause Potsdam,
Rudolf Mittag Dresden,
Gerhard Müller Berlin;
Erich Weidmann Karstädt;
zum 75. Geburtstag
Viktor Fensel Schwerin,
Helga Niebisch Berlin,
Hans-Georg Walther Berlin,
Werner Zeiler Britz,
Dr. Rolf Ziegenbein Dresden;
zum 70. Geburtstag
Dr. Klaus Andrä Potsdam,
Gerda Daenecke-Homuth Berlin,
Harald Gampig Berlin,
Ingo Stoßmeister Berlin;
zum 65. Geburtstag
Bernd Schönebeck Bernau,
und nachträglich
Heinz Engelhardt Ludwigsfelde;
zum 60. Geburtstag
Doris Pumphrey Berlin;
zum 50. Geburtstag
Detlef Priske Ilsenburg,
André Wagner Halle.
Allen Geburtstagskindern des Monats März wünschen wir beste Gesundheit, Kraft, viel Glück und ein weiterhin erfülltes Leben.
Aus der Arbeit des Vorstandes
1. Nach eingehender Diskussion von Schlussfolgerungen aus der 8. Vertreterverssamung in vorhergehenden Vorstandssitzungen wurden Maßnahmen zur Finanzpolitik der GRH sowie die Schwerpunktaufgaben des Vorstandes und der AG für 2009 beschlossen. Beide Beschlüsse werden den TAG-Vorsitzenden gemeinsam mit dem ebenfalls erörterten Positionspapier der AG Betreuung zugesandt.
2. Der Vorstand erörterte das Verhältnis der GRH zum Bundeswehrverband sowie zur Partei DIE LINKE.
3. Bestätigt wurde, dass die GRH die Europäische Friedenskonferenz am 14. und 15. März 2009 in Berlin unterstützt, daran teilnimmt und dort mit einem Infostand vertreten ist.
4. Aufgenommen wurden drei neue Mitglieder.
Ehre ihrem Andenken
Am 25. 12. 08 verstarb unser Mitglied
Kurt Lutz
aus Berlin im Alter von 71 Jahren;
am 15. 02. 09 verstarb unser Mitglied
Helmut Kühne
aus Berlin im Alter von 93 Jahren;
am 21. 01. 09 verstarb unser Mitglied
Horst Geißler
aus Dömitz im Alter von 77 Jahren;
am 06. 02. 09 verstarb unser Mitglied
Hartmut Kullik
aus Berlin im Alter von 74 Jahren;
am 20. 01. 09 verstarb unser Mitglied
Dr. Heinz Kuschel
aus Frankfurt/O. im Alter von 81 Jahren;
am 31. 01. 09 verstarb unser Mitglied
Hermann Wohlgethan
aus Potsdam im Alter von 101 Jahren;
Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden
Der Vorstand – TAG Lichtenberg, Perleberg, Hohenschönhausen, Frankfurt/O., Potsdam
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