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Hubertus Knabe unbeliebt
Die Berliner Zeitung vom 12./13.01.08 veröffentlichte unter dem Titel: ‚Die Geschichte des „Stasi-Jägers“ Hubertus Knabe führt in eine geschichtspolitische Groteske’ dessen Biografie. Der Journalist Paul Kaiser recherchierte umfänglich und offenbar auch sehr gründlich Aufstieg und Niedergang dieses ‚Historikers’, der in der Birtler-Behörde keinen Fuß mehr hinein bekommt. Im Westen kann er noch Rückenschauer erzeugen, im Osten ist er durchschaut und mit seinen überzogenen antikommunistischen Tiraden zunehmend unglaubwürdig. Er muss sich schon sehr suspekt in der BStU verhalten haben, dass er kurz vor dem Eklat eines Rausschmisses stand, dann 1993 noch eine gnädige ‚Denkpause’ (zweijähriger ‚Sonderurlaub im Ausland’) erhielt. Danach (1996) brüskiert er erneut die BStU und wird nach Hohenschönhausen ‚abgestellt’. Er führt seither einen Zweifrontenkrieg, den gegen seinen Lieblingsgegner MfS und zunehmend den gegen die Birtler-Behörde. Die ihn einst schätzten, distanzieren sich, vor allem namhafte Wissenschaftler und sogar das Gros der Bürgerrechtler. Zitat aus der BZ: „...Der Theologe Richard Schröder griff ihn jüngst frontal an und warnte, dass Hubertus Knabe bei fortgesetztem Irrweg den von ihm attackierten Gegnern bald schon ähnlicher sein könne, als ihm lieb sei.“ Der Artikel liegt in der Geschäftsstelle und bei den TAG-Vorständen vor. (H.-H. Nehmer)
Bericht aus Friedrichsfelde
Wie alljährlich war auch dieses Jahr ein Massenandrang beim Gedenken an Karl und Rosa an der Gedenkstätte der Sozialisten. Die ‚freie’ Berichterstattung sprach von „Einigen Tausend“ Besuchern, wir wissen, dass es über 60 Tausend waren. Der gemeinsame Info-Stand mit dem Soli-Komitee und ISOR war wiederum ein Magnet für Hunderte Teilnehmer. Unser Informationsmaterial war stark gefragt, auch die „Erklärung gegen Geschichtsrevisionismus“ des Berliner Alternativen Geschichtsforums. Ca. 300 Personen bekundeten ihre Solidarität mit den sich in USA-Haft befindlichen Freunden. Wir distanzieren uns von den Störungen des Gedenkens. Aber man darf, nein man muss auch darauf hinweisen, dass es eben ein grober politischer Fehler der PDS/Linke war und bleibt, diesen zwielichtigen, mehrdeutigen „Gedenkstein“ initiiert zu haben. Debatten über das Wesen des Stalinismus führt man nicht auf einem Ehrenfriedhof, wenn sich selbst Kriegsverbrecher als Opfer erkennen und geehrt fühlen dürfen. (H.-H. Nehmer)
Matinee zum Manifest (vgl. Mitteilungen 08-01)
Die Veranstaltung des BüSGM findet am 24.02.08 um 11.00 Uhr im DGB-Gewerkschaftshaus, Keithstr. 1, 10787 Berlin statt.
Bericht der AG Sport
Über die Unterstützung der Sportmuseen in Frankfurt (O.), Kleinmühlingen, Strausberg, Berlin –Marzahn und Leipzig als wichtiger Beitrag der Entgegnung auf die Politik der Verunglimpfung des DDR-Sports berichtete unser Vorstandsmitglied Erhard Richter. Er informierte auch über die sehr populäre Einweihung des in Eigenleistungen errichteten und ausgestalteten Radsportmuseums Course de la Paix in Kleinmühlen. Ein Besuch lohnt sich und kann nur empfohlen werden. Eine erste Möglichkeit besteht für interessierte Berliner an der Teilnahme an einem Ausflug zum Friedensfahrtmuseumam 29. Mai des Jahres. Hier werden die Hausherren Horst Schäfer und Gustav-Adolf Schur Rede und Antwortstehen. Nachzufragen bei den Vorständen der TAG.
Hetze und Verleumdung - Unfrieden in Deutschland
Mit dem Anschluss der DDR an die BRD begann nicht nur eine systematische und massenhafte Strafverfolgung von Verantwortungsträgern der DDR, begleitet von Rufmordkampagnen der Medien, es setzte gleichzeitig eine beispiellose Geschichtsfälschung ein. Die DDR wurde als Unrechtsstaat diffamiert. Mit der DDR verbundene Bürger sahen sich zunehmender Diskriminierung ausgesetzt. Seit etwa 2005 hat sich dieser Zustand im Rahmen einer neuen „Aufarbeitungskonzeption“ weiter verschlimmert. Die Methoden wurden von Staatswegen konzipiert, intensiviert und subtiler. Entgegen der heuchlerischen Forderung nach Toleranz und Gewaltfreiheit sind Hass und Hetze gegen ganze Bevölkerungsgruppen, gegen Andersdenkende und Zeitzeugen an der Tagesordnung. Durch Medien, Publikationen und öffentliche Auftritte, mit Ausstellungen, Filmen und anderen „Kunstwerken“ wird die Atmosphäre des Unfriedens in Deutschland weiter angeheizt. Immer häufiger ermutigt dieses verordnete und hassverzerrte Bild über die DDR Einzelne wie auch ganze Gruppen, unsere Organisationen und ihre Mitglieder zu beleidigen, gegen sie zu hetzen, zu Gewalttaten aufzurufen und sie zu bedrohen. Bis hin zu Morddrohungen. In jüngster Zeit gab es besonders in Publikationen und im Internet solche Angriffe, u.a. gegen die GRH, GBM, ISOR und das OKV, aber auch gegen einzelne Mitglieder. Für uns sind derartige menschenfeindliche Exzesse in mehreren Fällen Anlass gewesen, Strafanzeigen gegen die Täter wegen Volksverhetzung, Bedrohung und anderer Straftaten zu erstatten. Beleidigungen und Bedrohungen Einzelner bzw. von Gruppen sind kein Akt von Meinungsfreiheit, sondern Meinungsterror - ungesetzlich und sogar kriminell. Strafrechtliche Verfolgung ist geboten. Nach Prüfung des Sachverhalts sollte deshalb bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet werden. In einem konkreten Fall, wo Angehörige des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden (OKV) übel beschimpft wurden, führte die Staatsanwaltschaft Kiel ein Ermittlungsverfahren. Dieses wurde zwar nach mehreren Monaten eingestellt, aber erst nachdem sich der Täter schriftlich entschuldigt hatte. Einen Denkzettel für seine bis dahin geschmierten Beleidigungen hatte er jedenfalls erhalten. Kein großer Erfolg, aber für diesen und manchen potenziellen Täter vielleicht ein Denkanstoß. Zivilrechtliche Schritte, wie Unterlassungsklagen und Gegenerklärungen gegen falsche Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen, sind im Einzelfall ebenfalls zu prüfen. Im Regelfall bedürfen diese aber anwaltlicher Unterstützung. Der Eifer der Justiz ist in den geschilderten Fällen bekanntlich nicht sehr groß. Und trotzdem: Reagiert auf solche Handlungen! Nehmt sie nicht reaktionslos hin! (Hans Bauer).
Aus den TAG
TAG Neubrandenburg
Zu einem echten Höhepunkt im Leben unserer TAG wurde die Veranstaltung am13. 12. 07. Wir führten diese erstmalig gemeinsam mit den Freunden von ISOR, derGBM und dem Rotfuchs durch. Über 80 Mitglieder unserer Vereine sowie Sympathisanten und Gäste waren der Einladung gefolgt. Als Gast sprach Egon Krenz zum Thema „Der November 1989 und was daraus geworden ist“. Seine beweiskräftigen Darlegungen zu den inneren und äußeren Ursachen des gescheiterten Sozialismusversuchs in der DDR und in anderen Ländern fanden großes Interesse. Auch seine Auseinandersetzung mit der aktuellen Geschichtsfälschung. In einer lebhaften Diskussion wurde die Notwendigkeit hervorgehoben,der jungen Generation ein wahres Geschichtsbild über die DDR zu vermitteln. Eine junge US-Bürgerin dankte in ihrem Beitrag Egon Krenz dafür, dass sie erstmals aus berufenem Mund Wahrheitsgemäßes über den anderen deutschen Staat hören konnte. Dies würde sich sehr wohltuend abheben von durch die Massenmedien verbreiteten Lügen und Verleumdungen, die die DDR als Unrechtsstaat charakterisieren. Die Vorsitzenden der vier Vereine kamen überein, derartige Veranstaltungen unterBeibehaltung der Eigenständigkeit auch künftig gemeinsam durchzuführen und die Verbindung zu weiteren Vereinen aufzunehmen. (Karlheinz Bösel - etwas gekürzt)
TAG Lichtenberg
Die neu eingeführten ‚Lichtenberger Gespräche’ zum Thema „Was geschah wirklich in Odense?“ am 26. 01. 08 fand mit Teilnehmern an der Konferenz sowie Interessenten aus Hohenschönhausen und Gästen anderer Verbände statt. (Zu Inhalt und Vorhaben vgl. Mittlg. 01/08.) Für die TAG ist die Veranstaltung Anlass zu weiteren derartigen Treffen mit Zeitzeugen und Einbeziehung anderer Verbände und Vereine sowie linken Parteien. ( W. Lüdicke gekürzt)
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern
zum 101. Geburtstag Hermann Wohlgethan Potsdam;
zum 80. Geburtstag Ruth Grathenauer Potsdam, Gerold Paulsen Berlin, Herbert Willomitzer Berlin;
zum 75. Geburtstag Egon Barth Berlin, Günter Händel Berlin, Horst Kalina Sonneberg, Wolfgang Kraatz Berlin, Henry Otto Neuhaus, Jürgen Rogalla Berlin, Hildegard Rutekolk Sonneberg;
zum 70. Geburtstag Hans-Günter Becker Neuenhagen, Ursula Fieber Niederneuendorf, Gerhard Fleischle Köln, Werner Illert Falkensee, Horst Jehmlich Dresden, Lothar Jürgens Strausberg, Gert Keller Gera, Ingrid Pfannschmidt Suhl;
zum 65. Geburtstag Manfred Moritz Perleberg;
zum 50. Geburtstag Peter Klebsch Brandenburg.
Allen Geburtstagskindern des Monats Februar wünschen wir beste Gesundheit, Kraft, viel Glück und ein weiterhin erfülltes Leben.
Buchlesung zum ‚Anti-Leide’
Am 20.02.08 stellen sich ab 18.30 Uhr Autoren des ‚Anti-Leide’ in der GBM, Weitlingstr. 89, 10317 Berlin, der Diskussion.
Buchvorstellung Klaus Eichner
„Headquarters Germany“
Am 13.02.08 um 18.30 Uhr ND im Club Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Aus der Arbeit des Vorstandes
Er beriet ersteTermine für das Jahr 2008: - Fortsetzung der dezentralen Beratungen mit den Vorsitzenden der TAG; - Am 23.05.08 Veranstaltung mit den Gründungsmitgliedern der GRH anlässlich des 15. Jahrestages; - Vertreterversammlung am 11.10.08; - Herbsttreffen der AG Grenze am 25.10.08
- Die Berichterstattung der AG Grenze International bestätigte, dass sich die freundschaftlichen Kontakte zu den ehemaligen Grenzern der Tschechischen Republik weiter vertieft haben und zu den ehemaligen Grenzern Polens erfolgversprechende Kontakte angebahnt wurden. Den verantwortlichen Mitgliedern der GRH, Günter Leo, Karl-Heinz Kathert und Felix Franckowiak wurde für ihr Engagement gedankt. - Die Arbeitsgruppe Sport konnte auf ein erfolgreiches Wirken 2007 verweisen und informierte über die Schwerpunkte ihrer Arbeit 2008 (siehe oben und Mittlg. 01-08). - Aufgrund zunehmender Beleidigungen, Schüren von Hass, Hetze und Morddrohungen gegen einzelne Mitglieder bzw. Gruppen orientiert der Vorstand darauf, dass nach Prüfung des Sachverhalts die persönlich Betroffenen bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten (siehe Beitrag von Hans Bauer). - Die Aufnahme von drei neuen Mitgliedern wurde bestätigt. Zugleich nahm der Vorstand drei Austrittserklärungen zur Kenntnis.
Ehre ihrem Andenken
Am 30.12.07 verstarb unser Mitglied Werner Intreß aus Potsdam im Alter von 77 Jahren;
am 15.01.08 verstarb unser Mitglied Heinz Helfer aus Dresden im Alter von 77 Jahren;
am 15.01.08 verstarb unser Mitglied Herbert Städtke aus Rostock im Alter von 76 Jahren;
am 22.01.08 verstarb unser Mitglied Werner Leupeld aus Zwickau im Alter von 83 Jahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden Der Vorstand – TAG Potsdam, Dresden, Rostock, Chemnitz
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