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Beschluss des Vorstandes vom 05.02.2008 über die Einberufung der 8. Vertreterversammlung der GRH e.V.
1. Entsprechend der Mitgliederzahl der GRH e.V. werden die Aufgaben der Mitgliederversammlung gemäß § 12 der Satzung durch eine Vertreterversammlung wahrgenommen. 2. Die 8. Vertreterversammlung wird satzungsgemäß zum 11. Oktober 2008 nach Berlin einberufen (§§ 1 und 12 (2) der Satzung). 3. Die Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes, des Prüfungs- und des Berufungsausschusses sowie der Vertreter zur 8. Vertreterversammlung der GRH e.V. im Jahre 2008 wird bestätigt. 4. Die Vorsitzenden der TAG bzw. Leiter der AG geben dem Vorstand der GRH e.V. bis spätestens 13.09.2008 die Namen der von den TAG bzw. Arbeitsgruppen gewählten Vertreter bekannt. 5. Vorläufige Tagesordnung 1.Wahl der Tagungsleitung 2. Beschlussfassung über die Tagesordnung 3.Wahl der Redaktionskommission 4. Bericht des Vorstandes 5. Bericht des Schatzmeisters 6. Berichte des Prüfungs- und Berufungsausschusses 7. Aussprache / Anträge 8. Beschlussfassungen 9. Aufstellung der Kandidaten zur Wahl des Vorstandes und der Ausschüsse 10.Wahl der Wahlkommission 11.Wahl und Konstituierung des Vorstandes und der Ausschüsse
Gleichzeitig beschloss der Vorstand die Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes, des Prüfungs- und Berufungsausschusses sowie der Vertreter zur 8. Vertreterversammlung der GRH e.V.
Die Beschlüsse sind allen TAG zugestellt worden.
Die Vertreter werden in den TAG bzw. Arbeitsgruppen nach dem vorgegebenen Schlüssel gewählt.
Die Mitglieder des Vorstandes und der Ausschüsse der vergangenen Wahlperiode sind benannte Vertreter. Mitglieder, die in keiner TAG organisiert sind, wählen Vertreter in einer vom Vorstand durchzuführenden Briefwahl.
Abschied von Freunden
Stärke und Ansehen unserer Solidargemeinschaft wurden von vielen unserer Mitglieder geprägt. Zwei von ihnen waren
Klaus-Dieter Baumgarten
und
Dr. Gerhard Neiber.
Beide Generale der DDR, Generale des Friedens. Stellvertreter von Ministern und verantwortlich für den Schutz unseres sozialistischen Staates. Klaus-Dieter Baumgarten als Chef der Grenztruppen, Gerhard Neiber im Ministerium für Staatssicherheit. Nun müssen wir von ihnen Abschied nehmen. Der Tod riss sie aus unserer Mitte. Nicht zufällig erlitten beide nach 1990 im vereinten Deutschland das gleiche „Schicksal“. Sie wurden verfolgt, diskriminiert, inhaftiert, Klaus-Dieter Baumgarten für Jahre. Ihre Verbrechen: Sie dienten der Deutschen Demokratischen Republik nach deren Recht und Gesetz. Während ihrer Ermittlungsverfahren, vor Gericht und im Gefängnis verteidigten sie mit Würde und Mut ihre und unser aller Ehre. Sie erwiesen sich als standhafte Kommunisten. Als langjährige Mitglieder unserer GRH wirkten sie bis zuletzt mit Publikationen und in Veranstaltungen für die historische Wahrheit. Sachkundig und überzeugend leisteten sie notwendige Aufklärung. Nun müssen wir ohne sie aufklären. Sie werden uns sehr fehlen. Bleiben wird die Erinnerung an treue Kampfgefährten. Und die Verpflichtung, in ihrem Sinne weiter zu kämpfen. Salute, liebe Freunde. (Hans Bauer)
Bilanz der politischen Strafverfolgung nach 1990
Der Vorstand und das Soli-Komitee haben eine Dokumentation über Umfang und Ergebnisse der politischen Strafverfolgung in Deutschland nach 1990 herausgegeben. Sie ist für die politische Auseinandersetzung unverzichtbar. Sie ist in der Geschäftsstelle erhältlich und auf unserer Internetsite abrufbar.
15 Jahre GRH – 15 Jahre Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit
Anlässlich des 15. Jahrestages der Gründung der GRH hat der Vorstand allen TAG Anregungen für die Gestaltung der Veranstaltungen in den TAG zugeleitet.
Wahlkampfmunition
Wir, die mit fragwürdigen Methoden politisch und juristisch Verfolgten, wissen seit Beginn der Hatz, dass jeder Versuch mit gewissen Medien zu kommunizieren, garantiert in zügellose Hetze hineingleitet. Das widerfuhr nun Christel Wegner, die als DKP-Mitglied auf der Liste der ‚Linken’ in das Landesparlament von Niedersachsen gewählt wurde. Und weil gerade angespannter ‚Wahlkampf’ um die Machtpositionen stattfindet, fiel sie prompt auf die Provokation herein. Das ist für die Inszenierenden ein Pfund Hetze, für die ‚Linke’ ein bedauerliches Missverständnis. Geradezu tragisch ist die Reaktion gewisser Politiker aus der linken Ecke, die aus lauter Angst vor Courage und ohne nachzudenken in die leidige Verbeugungspose verfielen. Unser Vorsitzender, Hans Bauer, schrieb einen Brief an die Betroffene und den Landesvorstand der Linken. Darin heißt es u.a.: „...Die Äußerungen unserer politischen Gegner zum Maßstab der eigenen Reaktion und Entscheidung zu machen, ist kein guter Ratgeber. Selbstverständlich braucht jeder Staat eigene Schutz- und Sicherheitsorgane, das ist international legitim.... Woher nehmt ihr die Kenntnis von Verbrechen der Staatssicherheit? Seid ihr dem Gegner schon so sehr auf den Leim gegangen? Die Geschichte beider deutscher Staaten wird in beispielloser Weise verfälscht....“ Wir sind satzungsgemäß solidarisch mit allen, die gleich uns einen konsequenten Kampf gegen jedwede Geschichtsfälschung und Ausgrenzung führen. (H.-H. Nehmer)
Aus der Arbeit des Vorstandes
Schwerpunkte der Vorstandssitzung im Februar waren neben der Beschlussfassung über die Einberufung der 8. Vertreterversammlung und über die Begehung des 15. Jahrestages der Gründung der GRH u.a.: - die Koordinierung des Zusammenwirkens mit dem Soli-Komitee, - die Beratung der Schwerpunktaufgaben des Vorstandes für das Jahr 2008, - eine erste Beratung der Finanzplanung für 2008 sowie - die Bestätigung von drei Aufnahmeanträgen.
Solidarität in Aktion
Der Vorstand der GRH dankt allen Fach- und Regionalarbeitsgruppen, Mitgliedern und Sympathisanten, allen linken Organisationen und Gruppen, die auf vielfältige Art und Weise beigetragen haben, dass unsere Gesellschaft besonders jenen Mitgliedern rechtliche und humanitäre Unterstützung gewähren konnte, die in jüngster Zeit mittels strafrechtlicher und anderer Rechtsschritte als Zeitzeugen und Akteure der DDR offensichtlich mundtot gemacht werden sollen. Die Solidarität unserer Mitglieder und Freunde ist darauf eine starke Antwort.
Reges Interesse für den „Anti-Leide“
Die Autoren des von der GRH herausgegebenen „Anti-Leide“, Horst Busse, Dr. Hans-Herbert Nehmer und Dieter Skiba, haben auf mehreren Veranstaltungen das Buch vorgestellt. Dabei wurde durch die Teilnehmer bekundet, dass damit eine wertvolle Argumentation gegen die Lüge „vom Mythos Antifaschismus der DDR“ vorliegt. Interessierte erhalten das Buch in der Geschäftsstelle.
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern
zum 75. Geburtstag
Walter Bahr Perleberg, Rudolf Braatz Dresden, Irene Brunner Berlin, Erika Hofmann Berlin, Hans Krecklow Berlin, Ernst Liebert Königs Wusterhausen, Thoma Müller Berlin, Reiner Mutscher Berlin, Prof. Dr. Horst Röder Berlin, Günter Walther Frankfurt / O.;
zum 70. Geburtstag
Rolf Beckert Zeuthen, Siegfried Halke Cottbus, Wolfgang Hartmann Neubrandenburg, Wolfgang Hepper Löbau, Manfred Hörnig Berlin, Eberhard Meitzner Schwerin, Rolf Proß Artern, Peter Rauscher Berlin, Paul Richter Weißenfels;
zum 65. Geburtstag
Dr. Gabriele Gast Neuried, Heinrich Hoffmann Erfurt, Siegfried Klose Magdeburg, Günter Mende Dresden, Ulrich Wolf Mahlow;
zum 60. Geburtstag
Ute Berger Chemnitz, Werner Robert Kühnel Reddeber, Günter Lehmann Ebersdorf-Neudörfel.
Allen Geburtstagskindern des Monats März wünschen wir beste Gesundheit, Kraft, viel Glück und ein weiterhin erfülltes Leben.
Nachlese vom Info-Stand (aus dem Internet)
„Zwei Genossen und ich (aus Hessen stammend) hatten gestern an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin Friedrichsfelde Ihren Info-Stand besuchen dürfen und freuten uns über das sehr nette und mutmachende Gespräch mit einem Ihrer Genossen. ... Ich darf Ihnen versichern, dass ich, wie viele andere Genossen und Genossinnen, voll und ganz hinter Ihnen stehe. Ich möchte Ihnen, auch im Namen meiner Genossinnen und Genossen aus Hessen, alles Gute, viel Kraft und viel Erfolg wünschen. Das Info-Material, das ich erhielt, werde ich weiterreichen“ (A. L. gekürzt)
„Lieber Genosse L., Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle erhielt ich Ihre E-Mail. Obwohl wir uns an dieser Gedenkstätte zum ersten mal gesehen haben, hatten wir ein interessantes, herzliches und anregendes Gespräch. Euere Reaktionen und Schilderungen machen auch mir, meinen Freunden und Genossen Mut. Sie geben Antrieb im politischen Wirken nicht nachzulassen, auch wenn es mitunter nicht leicht ist... Wenn bei Euch weiterhin Interesse für die von unserer Gesellschaft erarbeiteten Materialien vorhanden ist, würden wir es Euch zuschicken“.(J. Sch., gekürzt)
„Lieber Genosse Sch.! Auch wir Hessen fanden unser Gespräch in Friedrichsfelde sehr herzlich und, nachdem man bei den Wahlkampfständen in Hessen (besonders im "reichen" Hochtaunuskreis) hin und wieder auf das Übelste beschimpft wurde, sehr wohltuend. Die Hetze und die Lügen der Medien und vieler Politiker, wie Koch, trägt leider dazu bei, dass alles was links ist kriminalisiert wird! Die DDR wird ja in den schwärzesten Farben gemalt...Es ist immer ermutigend, wenn man mit Gleichgesinnten so offen und herzlich sprechen kann...Ichwürde mich freuen, wenn wir in Kontakt blieben. Über aktuelles Material der GRH, das ichauch weiterreiche, freue und bedanke ich mich!“(A.L., gekürzt)
Ehre ihrem Andenken
Am 22.01.08 verstarb unser Mitglied Werner Rost aus Halberstadt im Alter von 70 Jahren;
am 14.02.08 verstarb unser Mitglied Dr. Gerhard Neiber aus Berlin im Alter von 78 Jahren;
am 17.02.08 verstarb unser Mitglied Klaus-Dieter Baumgarten aus Zeuthen im Alter von 76 Jahren.
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Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden Der Vorstand – TAG Blankenburg, Hohenschönhausen und KW/Zeuthen
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