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Wachsende Anforderungen an die Betreuung
Die Rückschau auf 15 Jahre GRH schließt die umfassende Einschätzung der Betreuung unserer Mitglieder durch Vorstand, Arbeitsgruppen und TAG ein. Die Hauptaufgabe nach der Gründung erforderte die sofortigen Kontakte und Hilfe für die unmittelbar durch die politische Strafverfolgung Betroffenen. Dies ist auch heute noch so, wenngleich in modifizierter Art und Weise. Inzwischen haben fortschreitendes Alter und gesundheitliche Probleme in den Kollektiven der TAG Hohenschönhausen die Betreuungsaufgaben verändert und erweitert. Allein in den vergangenen 2 Jahren stand eine zunehmende Anzahl der Mitstreiter oder ihre Lebenspartner oft “über Nacht” u.a. durch Schlaganfall, Demenzerkrankung oder Dialysebehandlung vor völlig neuen Anforderungen. Der Vorstand der TAG und die Kassierer/Betreuer sowie Ratschläge, persönliche Hilfe, manchmal sofortige Unterstützung, waren gefragt. Wertvolle Anregungen haben wir dem Material der Arbeitsgruppe Betreuung des Vorstandes, eingeschlossen den Internethinweisen entnommen. Auch die örtlichen Gegebenheiten helfen uns und den Betroffenen, wenn man sie kennt und zu nutzen versteht. Seit Sommer 2006 arbeiten in Berlin und in den Stadtbezirken die gewählten Seniorenvertretungen nach dem Berliner Seniorenvertretungsgesetz. Sie sind Mittler zwischen uns Älteren, dem Bezirksamt, anderen Behörden, Institutionen und Einrichtungen. Sie halten regelmäßig Sprechstunden ab und tagen monatlich einmal öffentlich. Beide Möglichkeiten werden leider noch sehr wenig genutzt. Dies konnte ich erst, vor wenigen Tagen erneut bei einer Teilnahme als “Gast” feststellen. Dabei waren diese Stunden am Vormittag sehr anregend, ganz gleich, ob aus berufenem Munde über rechtliche Betreuung (§ 1896/1897 BGB) informiert oder von Beiratsmitgliedern über Vorschläge berichtet wurde , wie finanzielle Mittel in den Seniorenpflegeheimen noch umfassender für das Wohl der Patienten genutzt werden können und müssen. Ich habe einen persönlichen Kontakt zum stellv. Vors. der Seniorenvertretung. Inzwischen konnte ich mein Wissen durch Gespräche mit einer Genossin aus unserer TAG erweitern, die gute Kenntnisse über die häusliche Krankenpflege besitzt. Wir sind überzeugt, dass zur Vertreterversammlung der GRH die gewachsenen Anforderungen an die Betreuung einen gebührenden Platz einnehmen werden. (J. Hauck)
Anmerkung: Die AG Betreuung gibt im Ifo-Heft 1-08 zu den Fragen der Betreuungsarbeit in der GRH eine zusammenfassende Darstellung heraus.
Aus der Postmappe
Margot Honecker aus Santiago
Liebe Genossen, soeben las ich Eure Presseerklärung zu „Knabe gewann, Demokratie unterlag". Der Kampf wird härter. Die glaubten, dem Klassenkampf abschwören zu müssen, haben geirrt. ... Da inzwischen weltweit, nicht wie von den Mächtigen gewünscht, Sozialismus nicht zum Fremdwort geworden ist, sondern von vielen als Alternative gesehen wird, ... bekämpfen <ihn> die Herrschenden mit allen Mitteln. Sie verleumden, verteufeln ihn und dort, wo er existiert, wollen sie ihn „aufrollen" von innen oder ihn verhindern mit Gewalt. ... Und das Programm Volksverdummung hat nun mal Wirkung. Man fälscht die Geschichte, stempelt sie als verbrecherische Geschichte. Ihr erlebt täglich genugdavon. Ihr Antikommunismus demonstriert ihre Schwäche, sie fürchten jede fortschrittliche Regung der Völker. Sie haben früher bemerkt, früher als einige der Unsrigen, die verzagten angesichts der Niederlage, dass unsere Bewegung durchgeatmet hat und weltweit wieder an Kraft gewonnen hat. ... Und die noch bevorstehenden Kämpfe verlangen Kraft, Geschlossenheit und Solidarität. Und ich möchte Euren Genossen viel Kraft wünschen. Alles erdenklich Gute für Euch, tausend gute Wünsche für 2008.Bleibt gesund, passt auf Euch auf,
herzliche Grüße Eure Genossin Margot Honecker.
Anmerkung: Margot Honecker sandte ferner den Frauen der GRH beste Grüße zum Internationalen Frauentag.
Venceremos - Miami Five
Die GRH unterhält freundschaftliche solidarische Beziehungen zu fortschrittlichen Kräften weltweit. Unser Mitglied Gudrun Benser erhielt Post von einem Inhaftierten der Miami Five. Antonio Guerrero bedankt sich herzlich für die internationale Solidarität zur Freilassung der in den USA Inhaftierten. Er äußert die Gewissheit, dass dieses Jahr weitere Fortschritte im Kampf um eine bessere Welt für Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden bringen werde. Wir Grüßen unsere kubanischen Freunde und versichern sie unserer engen Verbundenheit und Solidarität.
Aus der Arbeit des Vorstandes (März 2008)
1. Bei der Bestätigung des Finanzplanes für 2008 ließ sich der Vorstand von einer ausgeglichenen Bilanz leiten. 2. Die Vorbereitungen zur festlichen Zusammenkunft des Vorstandes mit den Gründungsmitgliedern der GRH am 23. Mai 2008 laufen planmäßig. Zugleich nahm der Vorstand zur Kenntnis, dass in den TAG auf der Grundlage des Schreibens des Vorstandes und der Thesen „15 Jahre GRH – 15 Jahre Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit“ differenzierte Veranstaltungen – zum Teil mit den Ehepartnern – vorbereitet werden. 3. Die verstärkte Hetze gegen und die Verleumdung von Bürgern der DDR wegen ihrer auf der Grundlage der Verfassung und Gesetze der DDR ausgeübten Tätigkeiten wurde entschieden verurteilt. Der Vorstand wird dazu demnächst eine entsprechende Information herausgeben. Anmerkung: In Reichenbach / Vogtland musste eine Schautafel wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten wieder entfernt werden. Der Betroffene hatte sich erfolgreich gerichtlich gewehrt. Vgl. ND vom 27.03.08, Seite 5, „Stasi-Ausstellung ohne Namen sinnlos“. 4. In zwei Fällen wurde eine materielle Unterstützung gewährt. 5. Der Vorstand konnte erneut die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern bestätigen. In einem Fall wurde dem Aufnahmeantrag nicht entsprochen.
Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern
zum 85. Geburtstag
Wolfgang Reinhold Bad Saarow-Pieskow;
zum 80. Geburtstag
Erwin Gehrmann Frankfurt/O., Herrmann Glöckner Dresden, Rolf Modes Zeesen, Manfred Wolff Potsdam;
zum 75. Geburtstag
Harald Bauersfeld Berlin, Johannes Köhler Berlin, Otto Michalski Blankenburg, Dieter Mühlmann Eichwalde, Günter Ratzenburger Bestensee, Roswitha Reichwagen Rostock, Kurt Stoye Magdeburg;
zum 70. Geburtstag
Sigrid Kursunke Chemnitz, Lisa Mieruch Freital, Peter Schneider Geisa, Günter Seeliger Halle;
zum 65. Geburtstag
Hans-Joachim Schink Ilsenburg, Reiner Thomas Berlin, Iris Harnack Halle, Dieter Rolle Zeitz.
Allen Geburtstagskindern des Monats April wünschen wir beste Gesundheit, Kraft, viel Glück und ein weiterhin erfülltes Leben.
Aus den TAG
Prenzlauer Berg Für die Ausführungen des Vorsitzenden der TAG am l8. März 2008 bildeten die Thesen des Vorstandes „15 Jahre GRH - 15 Jahre Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit” einen guten Leitfaden. Eindruckvoll ließ er die Höhen und Tiefen des Kampfes der GRH gegen die politisch motivierte Strafverfolgung, gegen Diffamierung, Hetze und Verleumdungen in den vergangenen 15 Jahre Revue passieren. Dass daran auch die Mitglieder unserer kleinen TAG ihren Anteil haben, fand ebenso seine Würdigung wie die Orientierung auf die weiteren Aufgaben. Horst Busse, Mitautor des „Anti-Leide", konnte aus der Sicht als Staatsanwalt beim Generalstaatsanwalt der DDR überzeugend darlegen, dass in dem Buch des Henry Leide Dokumente des MfS, des Generalstaatanwaltes der DDR und des Stadtgerichts Berlin in dem Verfahren gegen den Mörder von Oradour Heinz Barth verfälscht, aus dem Zusammenhang gerissen bzw. im Sinne des Zeitgeistes umgedeutet wurden. Der Kauf von fünf Büchern beweist, dass bei den Anwesenden starkes Interesse für das Thema besteht. Aufgrund der zahlenmäßigen Stärke der TAG konnte lediglich eine Vertreterin zur 8. Vertreterversammlung gewählt werden. (Dieter Stiebert)
Leipzig Er setzte Zeitzeichen Zur diesjährigen internationalen Leipziger Buchmesse präsentierte Heinz GEYER sein Buch "Zeitzeichen - 40 Jahre in Spionageabwehr und Aufklärung" vor 48 interessierten Zuhörern im Sachbuchforum der Messehalle 3. Eine bereits zugesagte Präsentation im Stadtgeschichtlichen Museum der Leipziger Innenstadt wurde kurzfristig, nach Intervention des Leiters der Außenstelle der Leipziger Birthler-Behörde, verboten. Viele an dem Sachbuch Interessierte konnten deshalb an der Präsentation nicht teilnehmen. Die danach durch den Buchmessechef Zille geschaffene Möglichkeit der Präsentation in der Messehalle 3 verdient Respekt. Der stellv. Leiter und Stabschef der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS, Generalmajor Heinz GEYER, las aus seinem Buch über den 17. Juni 1953. Seine stets von Ruhe und Sachlichkeit geprägten Ausführungen und Antworten auf gestellte Fragen waren eine gute und notwenige Reaktion in der Auseinandersetzung mit Lügen und Verleumdungen wahrer Zeitgeschichte. So erweist sich GEYER´s autobiographisches “Zeitzeichen ... “ als gelungener Beitrag gegen Geschichtsfälschung und gegen Stasi-Hysterie! Einzelne verbale Störversuche hatten keinen Einfluss auf die von Peter Feist mit Umsicht und Sachkenntnis moderierte Veranstaltung. “Zeitzeichen...“ - ein Buch das wir, seine Leipziger Genossen und Freunde, viele Leser und Erfolg wünschen. (Karl-Heinz Reinhardt)
Veranstaltungshinweise
I. Frühschoppen am 17.04.08, 10.30 Uhr im Sportrestaurant SC Fraternitas, Köpenick, Wendenschloßstr. 378
mit dem Thema: ‚Peking ruft die Sportler der Welt’ Gesprächspartner sind Rolf Berthold, Botschafter der DDR in China und Helmut Horatschke vom Freundeskreis Sport-Senioren. Moderation: Dr. Klaus Schan Erinnert wird ferner an die Bildungsfahrt am 29.05.08 nach Kleinmühlen in das Friedensfahrtmuseum. Vgl. Mitteilungen 02-08
II. Konferenz für Aktionseinheit „Gemeinsam gegen Neofaschismus und Krieg, für Frieden, Demokratie und sozialen Fortschritt“ am 17.Mai 2008 im ND-Gebäude Redner sind u.a. Prof. Dr. W. Richter und Dr. Klaus Blessing
Ehre ihrem Andenken
Am 12.03.08 verstarb unser Mitglied
Götz Kassner
aus Cottbus im Alter von 78 Jahren;
am 19.03.08 verstarb unser Mitglied
Wilfried Winkler
aus Dresden im Alter von 69 Jahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden
Der Vorstand – TAG Cottbus u. Dresden
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