Trotz viel Getöse - erneuter Rückgang


Die XXIX. Olympischen Sommerspiele, in Peking ausgetragen, sind Geschichte. „TolleOrganisation, ein vorbildliches olympisches Dorf, großartige Wettkämpfe" lobte IOC-Präsident Rogge. Sportler von 204 NOK lieferten sich spannende Wettkämpfe. Anerkennung auch den deutschen Medaillengewinnern. Bei allem Getöse, die Spiele in Peking verhinderten den Rückgang in den wichtigsten olympischen Sportarten in der BRD nicht. Waren es 1992 in Barcelona (hier wirkte das DDR-Erbe noch deutlich nach) 82 Medaillen, so waren es 2008 nur noch die Hälfte - 41.
Die Leichtathleten sind auf dem Stand von vor 104 Jahren angekommen.
Die Probleme in den Sportarten beginnen im Grundschulalter - im Grundlagentraining. Wenn viele der Sechsjährigen so einfache Übungen wie „auf einem Bein stehen" nicht beherrschen oder mit Übergewicht eingeschult werden, wird es sehr dünn mit dem Nachwuchs. Das föderale Schulsystem trägt ebenso zum Manko im deutschen Sport bei.
Kurzum: Das IOC, die Sportler, die Weltöffentlichkeit zollen China ein großes Lob. Nur einige der deutschen Journalisten, insbesondere von ARD und ZDF, benahmen sich stinküberheblich. Allen voran Sandra Maischberger, die ständig bei der Eröffnungsveranstaltung auf Provokationssuche war, vom Sport keine Ahnung hat, stattdessen die Menschenrechte in China anprangerte. Sie und einige ihrer Kollegen (Beckmann) forderten die Einhaltung der Menschenrechte. Dabei übersehen sie, dass sie in einem Land leben, in dem die elementaren Menschenrechte mit Füßen getreten werden. (Erhard Richter)
(Vgl. auch „>Diktatoren<-Spiele“ von Klaus Huhn in ‚junge Welt’ vom 26.08.08)


 


Herbsttreffen 2008


Die Arbeitsgruppe ehemalige Angehörige der Grenztruppen der DDR lädt ein
zum Herbsttreffen 2008
am 25. Oktober 2008, 10.00 Uhr
im Klub am See
Wriezener Str. 11, 15344 Strausberg.


Thema:
60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – Ihre Verwirklichung, Defizite und Verstöße in Deutschland – 15 Jahre Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung – ihr Beitrag zum Kampf gegen Missachtung von Menschenrechten in der BRD.
Referent:
Prof. Dr. Wolfgang Richter, Vorsitzender der GBM


Einlass: ab 8.30 Uhr -  Ende: ca. 15.00 Uhr


 


Kampf der Religionen statt Humanismus?


Was wie Demokratie aussieht ist Abkehr von Aufklärung und Toleranz. Eine Aktion „ProReli“ möchte das 60 Jahre alte Berliner Schulgesetz kippen, das keine Pflicht zum Religionsunterricht beinhaltet. Das Pflichtfach Ethik garantiert eine multikulturelle Bildung!
Was so harmlos als Wahlmöglichkeit daherkommt, verdeckt die entscheidende Frage, ob Eltern wollen, dass die Schüler, die einen christlichen oder islamischen Unterricht besuchen, nicht mehr an dem staatlichen Ethikunterricht teilnehmen müssen.“ (Aus einem Standpunkt des Berliner Freidenker-Verbandes)
Dazu sammeln die kirchlichen „Demokraten“ Unterschriften für ein Volksbegehren. Der Umstand, dass es auch „Bedenken“ in kirchlichen Kreisen gibt, ändert am Ziel nichts. Das gehört zur Staffage.
Meine Unterschrift bekommen sie nicht.
(Hans-Herbert Nehmer)


 


Deutungshoheit und Massenbeeinflussung


Gegenwärtig erleben wir eine weitere Steigerung antikommunistischer Massenbeeinflussung. Den bekannten Klischees sind u.a. die Begriffe „Schurkenstaaten“ und „Stasi-“ (mit den jeweils hinzugefügten Phrasen, wie –unrecht, -terror, -bespitzelung u.ä.) als pauschale Abschreckungsbegriffe hinzugefügt worden. Geschichtsfälschungen, Desinformationen und Diskriminierungen sind ein probates Mittel, positive Erinnerungen zu tilgen und die Massen in gewünschte Denkrichtungen zu manipulieren.
Jüngste Beispiele vor und nach der Invasion des Irak, sind die initiierten Vorgänge im Kaukasus, Tibet oder die zur maßlosen Hetze missbrauchten Olympischen Spiele und viele andere. Dabei spielt die Medienpolitik eine entscheidende Rolle. Was nicht sein darf, wird verschwiegen, mindesten kleingeredet. Was zu denken ist, wird unablässig wiederholt, bis keiner mehr hinterfragt, was eigentlich Sache ist. Die Begriffe „Stasi“ oder „IM“ genügen, um die Menschen in eine negative Denkrichtung zu lenken.
Wer kauft sich schon das 1024 Seiten umfängliche Buch von Müller-Enberg (Birthlerbehörde) „Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit“ – Teil 2 (Statistiken)? Dort könnte man genaueste Differenzierungen erfahren, in welchen Bereichen die 3894 IM tätig waren, nämlich nichtzur Bearbeitung ‚Andersdenkender’, sondern zur Spionageabwehr und anderen Aufgaben der Sicherung des Staatsapparates, der Wirtschaft usw., wie es in jedem Staat üblich ist.(Vgl. Buchbesprechung von Wolfgang Schmidt in ND vom 04.09.08)
Oder die Desinformation zur Wirtschaftsgeschichte der DDR. Sie deckte Egon Krenz in der ‚jW’ vom 18.09.08 unter dem Titel „Wer fälscht Geschichte?“ auf.
Der penetrant wiederholten Lüge muss man immer wieder entgegnen. Unsere Wahrheit setzt sich nicht im Selbstlauf durch. Auch sie muss ständig wiederholt werden. (Hans-Herbert Nehmer)


 


Wir gratulieren sehr herzlich unseren Mitgliedern


zum 90. Geburtstag
Lucie Walther
Chemnitz;


zum 85. Geburtstag
Heinz Steinmüller
Wittenburg;


zum 80. Geburtstag
Hans Bahr
Berlin,
Herbert Teschner Dietzenbach;


zum 75. Geburtstag
Hans-Joachim Gläser
Berlin,
Hans-Dieter Hein Berlin,
Walter Neumann Berlin,
Manfred Wagner Schönebeck;


zum 70. Geburtstag
Hans-Dieter Abt
Suhl,
Helmut Friedrich Gera,
Werner Kirchner Bitterfeld,
Rudi Mißling Berlin,
Dieter Müller Leipzig,
Helmut Steindl Bestensee,
Hans Ulbricht Sargstedt,
Jürgen Zager Wustermark / Elstal;


zum 65. Geburtstag


Otto Kleinjung Berlin,
Rainer Lorenz Rostock,
Peter Meißner Rudolstadt,
Reiner Miersch Suhl,
Wolf Dieter Rohenstein Perleberg;


zum 60. Geburtstag
Reinhard Schminke
Berlin;


zum 50. Geburtstag
Harald Wolf
Berlin.


Allen Geburtstagskindern des Monats Oktober wünschen wir beste Gesundheit,Kraft, viel Glückund ein weiterhin erfülltes Leben


 


Nicht nur ein Seminar


Auf Einladung der ‚Kameradschaft Florian Geyer e.V.’ nahmen Mitglieder des Vorstandes und der AG Grenze an einem von der ‚Jacob-Kaiser-Stiftung e.V.’ organisierten Seminar in Weimar teil. Auch dort ging es um die Deutungshoheit.
Im Dialog mit Vertretern der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Sektion Wetzlar Hahn-Dill, wurden folgende Seminarthemen behandelt:
-Das schwierige Zusammenwachsen in Deutschland – Die deutsche Einheit: Besser als ihr Ruf?
-Das neue Gesicht Europas – Europa unter französischer Präsidentschaft – Die Mittelmeerunion – Konkurrenz oder Bereicherung?
Das Ziel unserer Teilnahme bestand darin, durch Sachkenntnis überzeugend aufzutreten, der Gastgeberseite nicht die alleinige Deutungshoheit zu überlassen und die Teilnehmer zum Nachdenken anzuregen.
Die grundsätzlichen und sachlichen Ausführungen von Prof. Dr. Gerhard Fischer – Sprecher des Berliner Alternativen Geschichtsforums – fanden große Beachtung und bestimmten wesentlich das Niveau der Veranstaltung.
Sie zwangen einige Vertreter der gastgebenden Seite über das Niveau der eigenen Beiträge und vor allem über ihre Umgangsformen mit ihren Gesprächspartnern nachzudenken.
Wir haben unsere Zielstellung und die uns gebührende Achtung erreicht.
Wir danken herzlich Prof. Dr. Fischer und unseren Teilnehmern für die überzeugenden Seminarbeiträge sowie den Genossen der Kameradschaft Florian Geyer e.V. mit ihrem Vorsitzenden Harald Hentschel für die umsichtige Organisation der Veranstaltung.
(Reinhard Grimmer / Manfred Kleemann)


 


Hubertus Knabe erweitert sein Gruselkabinett


Wieder einmal meldet sich Herr Knabe zu Wort. Er lässt verkünden: Das ehemalige Haftkrankenhaus in der Untersuchungshaftanstalt des MfS, Berlin-Hohenschönhausen "ist für Besucherzugänglich". Im Berliner Abendblatt Nr. 37 wurde dann sogleich über „Besichtigung von Krankenzellen, Operationssaal, Leichenkammernund Behandlungsräumen“ informiert. Mit diesen Ankündigungen bietet sich doch noch viel besser die Möglichkeit, Schüler aus Berlin und Umgebung, Rentner aus Bayern, NRW usw. in dieses präparierte Gruselkabinett zu karren.
Jeder Besucher wird sich die Frage stellen müssen, warum erst jetzt, nach so vielen Jahren der Hasspropaganda gegen Mitarbeiter des MfS, diese Führung möglich gemacht wurde?
Im Bd.2 „Die Sicherheit - Zur Abwehrarbeit des MfS“, Seite 510, stellen die Autoren fest: „Es wird so getan, als hätte es diese moderne medizinische Einrichtung und eine dementsprechende medizinische Versorgung in der UHA nicht gegeben.“ Wieso also jetzt erst eine „Schau“?
Prof. Horst Schneider schrieb in seinem Buch „Das Gruselkabinett des Dr. Hubertus Knabe(lari)“ auch über die Existenz eines Haftkrankenhauses nach dem Anschluss der DDR an die BRD u.a.:
„Den Besuchern der Gedenkstätte Hohenschönhausen kann das Haft­krankenhaus nicht gezeigt werden. Es wurde nach 1990 demontiert, die Einrichtung veräußert und das Innere des Gebäudes in einen unansehnlichen Zustand versetzt."
Auf Nachfrage erhielt man die Antwort, dass in der Wendezeit durch „Leute“ (welche?) Wände beschmiert, einige Gegenstände (??) in der medizinischen Einrichtung demoliert worden seien. Jetzt ist die Gedenkstätte vollständig, aber die Mehrzahl der Besucher sieht das Krankenhaus nicht.
Nun werden die Behandlungen der U-Häftlinge durch Ärzte und Krankenschwestern so klein geredet wie nur irgend möglich. Und hinzugefügt: Ohne Begründung seien Abtreibungen vorgenommen, Zähne nicht plombiert , sondern gezogen, und psychiatrisch eingewirkt worden. Dass ein Arzt von der Anklage durch das Berliner Landgericht freigesprochen werden musste, wäre nur möglich gewesen, weil die Staatssicherheit sämtliche Krankenunterlagen vernichtete. Die Gerichte sind unfähig. Knabes Erklärer wissen es besser.
Jeder kann nachlesen, was die Behörde der BStU, damals noch unter der Leitung von Gauck 1997 bestätigte: „Die auf langjährigen Recherchen fußende Studie zeigt, dass es in der DDR anders als gemutmaßt wurde, eine Psychiatrisierung politischer Dissidenten nicht gegeben hat." (Joachim Hauck)


 


Aus der Arbeit des Vorstandes


- Der Vorstand beriet am 02.09.08 über den Bericht an die 8. Vertreterversammlung und Personalvorschläge.
- E. Richter berichtete über aktuelle Aktivitäten der Arbeitsgruppe Sport und die Schwerpunkte der weiteren Arbeit.
- Der Bericht der AG Grenze zum Seminar in Weimar wurde bestätigt. Es ist jedoch fraglich, ob sich die GRH zukünftig an derartigen Veranstaltungen wieder beteiligen wird.
- Der Vorstand bestätigte den Antrag einer TAG auf materielle Unterstützung und lehnte einen anderen Antrag wegen fehlender Voraussetzungen ab.
- Am gemeinsam Informationsstand des Solidaritätskomitees und der TAG Strausberg der GRH zum Friedensfest in Strausberg bestand reges Interesse.


 

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